Die Hände zittern, Sprechen ist kaum noch möglich. Die Diagnose Parkinson ist ein schwerer Schlag. Prominente zeigen, dass ein Leben mit der Krankheit trotzdem lebenswert ist.

Sie beginnt meist langsam und schleichend. Das Skifahren klappt nicht mehr so gut und bei Türen aufschließen gibt es auch Probleme. Parkinson, auch Schüttellähmung genannt, ist eine der zerstörerischsten Krankheiten des Nervensystems.

Die Krankheit entsteht, wenn bestimmte Nervenzellen im Gehirn absterben. Die Zellen produzieren den Botenstoff Dopamin. Dieser Stoff ist unter anderem ein Transmitter für Bewegungsabläufe. Ohne ihn kommt es zu Schwierigkeiten. Sobald mehr als die Hälfte der Zellen abgestorben sind, treten die ersten Krankheitszeichen auf.

Parkinson äußert sich nicht nur durch Zittern, sondern auch durch steife oder angespannte Muskeln. Nur mit Mühe können Arme und Beine bewegt werden, teilweise funktioniert das gar nicht mehr ohne fremde Hilfe. Auch das Sprechen ist betroffen, vielen fällt es schwer laut zu sprechen oder Betonung in die Sprache einzuarbeiten.

Bis zu 280.000 Menschen leiden in Deutschland an Parkinson, in Österreich sind es 20.000 und in der Schweiz 15.000. Bis heute ist die Krankheit nicht heilbar. Warum Menschen daran erkranken, ist noch nicht erforscht. Wissenschaftler vermuten, dass Vererbung und Umweltgifte eine Rolle spielen.

Bisher unheilbar

Nach 30 Jahren hinter Gittern sind Häftlinge kaum wieder einzugliedern.

Vor allem ältere Menschen sind betroffen. Durchschnittlich bricht Parkinson zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr aus. Nur etwa jeder zehnte Patient ist jünger als 40. Eine Vorbeugung ist möglich. Laut dem Karolinska Institut in Stockholm kann es helfen, sich täglich moderat zu bewegen. Bei Männern sei dieser Effekt am deutlichsten zu messen.

Im Moment kann Parkinson nicht geheilt werden. Deswegen werden die Symptome und Begleiterscheinungen wie Depressionen mit Medikamenten behandelt. Laut der Deutschen Parkinson Gesellschaft werden auch Krankengymnastik, sowie Logo- und Ergotherapie angewandt.

Auch eine Art Schrittmacher im Gehirn kommt zum Einsatz. Dieses Implantat wird im Gehirn eingesetzt und hilft Symptome zu verbessern und die Zahl der von Patienten benötigten Medikamente zu reduzieren.

Bekannte Patienten

Der bekannteste Patient ist wohl Michael J. Fox. Der Darsteller von Marty McFly aus "Zurück in die Zukunft" bemerkte seine Krankheit bereits im Alter von 30 Jahren. Damals trat ein leichtes Zucken in seiner linken Hand auf. Sieben Jahre später ging er damit an die Öffentlichkeit.

Trotz seiner Diagnose führt er ein aktives Leben und ist immer noch als Autor und Produzent tätig. Im Jahr 2000 gründete er die "Michael J. Fox Foundation for Parkinson Research". Die Organisation erforscht die Krankheit und unterstützt die Entwicklung neuer Therapien.

Auch bei Schwergewichtsboxer Muhammad Ali wurde 1984 Parkinson diagnostiziert. Fünf Jahre später gründete der dreifache Weltmeister das Muhammad Ali Parkinson Center. Dieses spezialisiert sich nicht nur auf die Diagnose und Behandlung von Parkinson-Patienten sowie auf die Erforschung der Krankheit. Auch die Information von Betroffenen und Angehörigen sind ein Schwerpunkt des Centers.

Ottfried Fischer erklärte 2008 ebenfalls, dass er unter Parkinson leide. "Keine Angst, ich mache keine Schüttelreime", sagte er selbstironisch. Obwohl er sich von seinen Rollen in "Pfarrer Braun" und "Bulle von Tölz" verabschieden musste, gab er nicht auf.

Er habe sich mit der Krankheit arrangiert, sagt er in einer Reportage des ZDF. Fischer kann Parkinson inzwischen sogar gute Seiten abgewinnen. Die Krankheit habe dazu geführt, dass er sein Leben entschleunigen musste.