• Beim Klimaschutz hat sich Deutschland im internationalen Vergleich laut einer Studie mehrerer Umweltorganisationen etwas verbessert und ins obere Mittelfeld vorgeschoben.
  • Die Bundesrepublik machte im Klimaschutz-Index vier Plätze gut und liegt nun auf Platz 19 - aber noch hinter Staaten wie Indien, Chile und Marokko.

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Die Gesamtbewertung lautet weiter nur "mittelmäßig", wie die Autoren des Klimaschutz-Index von Germanwatch, dem Climate Action Network (CAN) und des New Climate Institute am Montag mitteilten.

"Desaströs" nannten die Organisationen das Abschneiden der USA: Zum Ende der Amtszeit von Präsident Donald Trump liegen sie zum zweiten Mal in Folge ganz am Ende der Liste von 57 Staaten und der EU - noch hinter Saudi-Arabien und dem Iran.

Spitzenreiter bleibt demnach Schweden, gefolgt von Großbritannien, Dänemark, Marokko, Norwegen und Chile. Die Klimaschützer urteilten aber auch, dass kein Land "sehr gut" abschneidet, und ließen die ersten drei Plätze der Rangliste erneut frei.

Deutschland hat mehrere Problemfelder

Deutschlands Problemfelder sind nach dem Urteil der Studienautoren zu schwache Ausbauziele für erneuerbare Energien, viel zu wenig Fortschritt im Verkehrssektor sowie ein noch immer hoher Energieverbrauch und auch hohe Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase pro Einwohner.

Die Autoren sehen auch ermutigende Signale. So könnte der Höhepunkt bei den weltweiten Emissionen von Kohlendioxid erreicht sein, erklärten sie. Der Index betrachte noch die Emissionen vor Beginn der Corona-Pandemie, zeichne also kein verzerrtes Bild. Demnach stiegen die Emissionen insgesamt nur noch ganz leicht an, in mehr als der Hälfte der betrachteten Staaten sanken sie.  © dpa

Oxfam-Bericht: Reiche schädigen Klima sehr viel stärker als Arme

Das reichste Prozent der Weltbevölkerung bläst einer Studie zufolge mehr als doppelt so viele klimaschädliche Kohlendioxid-Emissionen in die Atmosphäre wie die ärmere Hälfte der Menschheit zusammen.