Am 20. März 2017 startet der Frühling nun auch kalendarisch. Doch "frühlingshaft" wird das Wetter in weiten Teilen Deutschlands zunächst nicht. Langfristig könnte sich das ändern, denn die Wetter-Experten prognostizieren einen insgesamt zu warmen Frühling.

Zum kalendarischen Frühlingsbeginn zeigt sich die milde Jahreszeit leider von ihrer schlechten Seite, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetter-Portal wetter.net erläutert: "Das wird heute ein wenig frühlingshafter Auftakt. Es gibt es im ganzen Land viele Wolken und besonders nach Norden hin fällt immer wieder Regen, dazu bläst ein kräftiger Wind. Im Süden kann sich mit etwas Glück auch mal die Sonne zeigen. Die Höchstwerte liegen bei 10 bis 16 Grad."

Die milden Temperaturen sind die gute Seite der Geschichte: Es bleibt in der gesamten Woche recht mild, aber auch sehr wechselhaft. Etwas schöner wird es im Norden.

Das Wetter der Woche im Überblick

Der Norden ist laut Jung und dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in den nächsten Tagen klar im Vorteil. Die Nordhälfte des Landes kommt unter Hochdruckeinfluss.

Südlich des Mains wird es dagegen deutlich wechselhafter und nasser, doch es bleibt überall recht warm. Ein neuerlicher Kälterückfall ist derzeit nicht zu erwarten.

Montag: 8 bis 15 Grad, bei Sonne auch bis zu 18 Grad im Süden möglich, Wind, Wolken und Regen

Dienstag: 8 bis 15 Grad, viele Wolken, zeitweise Regen

Mittwoch: 7 bis 13 Grad, im Süden Regen, im Norden Wetterberuhigung und teils Sonnenschein

Donnerstag: 8 bis 18 Grad, im Süden viele Wolken, nach Südwesten Regen, sonst ein Mix aus Sonne und Wolken

Freitag: 12 bis 19 Grad, bedeckt, aber weitgehend trocken

Samstag: 12 bis 19 Grad, im Süden viele Wolken und Regen, nach Norden meist trocken

Sonntag: 12 bis 18 Grad, im Süden viele Wolken und immer wieder nass, sonst freundlich

Langzeittrend: Wie wird der Frühling insgesamt?

Während uns in den nächsten Tagen also wechselhaftes, aber mildes Wetter bevorsteht, sind die Meteorologen bereits einen Schritt weiter. Die Langzeittrends von DWD und des amerikanischen Wetterdienstes NOAA lassen einen eher zu warmen Frühling erwarten.

Die Amerikaner gehen zudem davon aus, dass April und Mai rund ein bis zwei Grad wärmer als im langjährigen Mittel ausfallen. Daneben soll es im April recht trocken werden.

Die US-Meteorologen des privaten Wetterdienstes "accuweather" sehen die Sache noch etwas differenzierter: Demnach erwartet den Norden Deutschlands eine eher späte Erwärmung auf frühlingshafte Temperaturen. Für den Rest des Landes wird wechselhaftes und windiges Wetter prognostiziert.

Von Frankreich bis nach Süddeutschland könnten dann häufig kräftige Gewitter mit Tornadopotenzial auftreten. Ähnlich wie das im vergangenen Frühjahr der Fall war, wie Jung warnt: "Ganz falsch lagen sie damit bisher in der Tat nicht - zumindest nicht was die Tornados angeht. Erst vor ein paar Tagen wurde der erste starke Tornado bei Würzburg gesichtet. Ob das nun Zufall war oder nicht, dass sei mal dahingestellt."

Doch bei diesen Langzeitprognosen ist immer Vorsicht geboten, geben auch die Experten zu bedenken. Es handele sich dabei nur um mögliche Klimatrends, die eine eher geringe Eintreffwahrscheinlichkeit hätten.

Genaue Prognosen sind aufgrund der Komplexität unseres Wettersystems über mehrere Monate nicht möglich.

Wie kommt ein Tiefdruckgebiet eigentlich an seinen Namen? Und warum tragen Hochs manchmal männliche, manchmal weibliche Vornamen? Das Prinzip dahinter ist eigentlich sehr einfach.