Anti-Terror-Einsatz bei Leipzig: Ein Sondereinsatzkommando der Polizei hat am Donnerstag ein mutmaßliches IS- und Al-Nusra-Mitglied festgenommen. Der Mann soll auch in Syrien gekämpft haben.

Ein mutmaßliches Mitglied des sogenannten Islamischen Staates (IS) und der Al-Nusra-Front (Jabhat al-Nusra) ist bei Leipzig festgenommen worden. Das teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich demnach um einen 29 Jahre alten Syrer namens Ahmad A. A.

Die Polizei durchsuchte zudem die Wohnung des Verdächtigen.

Was dem Mann vorgeworfen wird

Dem Mann wird vorgeworfen, sich im syrischen Bürgerkrieg der Nusra-Front angeschlossen und als "Emir" bei Rakka eine Kampfeinheit befehligt zu haben.

Dabei habe er sich Ende 2012 an der Eroberung der syrischen Stadt Dibsi Afnan und Anfang 2013 an der Eroberung der syrischen Stadt Tabka beteiligt, teilt die Bundesanwaltschaft mit.

Nachdem es zu Streitigkeiten zwischen der Nusra-Front und dem IS gekommen ist, habe sich der Beschuldigte dann dem IS angeschlossen.

Der Terrorverdächtige soll nun zeitnah dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Dieser wird dann entscheiden, ob der 29-Jährige in Untersuchungshaft kommt. (szu/cai)