Im Streit um den Brexit haben drei EU-freundliche Abgeordnete der britischen Tories die konservative Regierungspartei verlassen. Sie wollen sich der neugegründeten "Unabhängigen Gruppe" im Parlament anschließen.

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Nächster Rückschlag für Premierministerin Theresa May: Drei EU-freundliche Politikerinnen haben die regierende Konservative Partei in Großbritannien verlassen und sich der neuen "Unabhängigen Gruppe" im Parlament angeschlossen. Bei den Abgeordneten handelt es sich um Heidi Allen, Sarah Wollaston und Anna Soubry.

Die drei Parlamentarierinnen, die sich für ein zweites Brexit-Referendum ausgesprochen hatten, verkündeten ihre Entscheidung am Mittwoch in einem Brief an Premierministerin Theresa May.

Brexit habe Tory-Partei verändert

"Mit Bedauern" teilten sie darin mit, dass sie die Tory-Fraktion sowie die konservative Partei verließen. Der Streit um den Brexit habe die Partei verändert und "alle Bemühungen um ihre Modernisierung zunichte gemacht".

Allen, Wollaston und Soubry wollen sich einer Gruppe von acht früheren Labour-Parlamentariern anschließen, die ebenfalls unter anderem wegen des Brexit-Streits in den vergangenen Tagen aus der Oppositionspartei ausgetreten waren.

"Unabhängige Gruppe" aus Protest gegen Brexit-Kurs gegründet

Die "Unabhängige Gruppe" wurde vor wenigen Tagen aus Protest gegen den Brexit-Kurs von Labour-Chef Jeremy Corbyn gegründet.

Die beiden größten britischen Parteien - Tories und Labour - sind angesichts des bevorstehenden britischen EU-Austritts Ende März tief zerstritten.

Die Minderheitsregierung der Premierministerin Theresa May wird von der nordirischen Partei DUP gestützt und ist auf jede Stimme angewiesen. (jwo/afp)

Premierministerin May kämpft um eine Mehrheit im britischen Parlament für ihren Brexit-Deal. Hilft ihr die EU, den Austrittsvertrag über die Ziellinie zu bringen? Einer verbreitet da wenig Zuversicht.