90 Minuten vor Anpfiff wurde das Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande abgesagt. Es gebe "konkrete Hinweise" auf einen Sprengsatz im Stadion, so Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe. Auf einer Pressekonferenz äußerte sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière zu dem Vorfall und sprach von einer Gefährdung. Doch es bleiben einige Details offen. Ein Überblick.

Quelle und Umfang der Hinweise:

Bundesinnenminister Thomas de Maizière wollte die Quelle und das Ausmaß des Hinweises auf die Gefährdung nicht kommentieren. Als Gründe nannte er die nationale Sicherheit und den Schutz der Quelle, damit diese auch in Zukunft noch bereit wäre, Informationen zu liefern. Informationen der dpa zufolge, die diese aus Sicherheitskreisen in Berlin erhalten hat, kam der Hinweis von einem ausländischen Geheimdienst.

Ort des Sprengstoffes:

Zwar habe es "konkrete Hinweise gegeben, dass jemand im Stadion einen Sprengsatz zünden wollte", sagte Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe. Doch bisher wurde kein Sprengstoff gefunden, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius auf der Pressekonferenz in Hannover. Er nahm damit Gerüchten, ein Rettungswagen mit Sprengstoff sei vor dem Stadion in Hannover entdeckt worden, die Grundlage.

Eventuelle Festnahmen:

Auf Twitter kursieren Bilder einer angeblichen Festnahme eines Mannes durch die Polizei in Hannover. Bestätigt ist dies nicht. Nach Angaben des niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD) gab es in Hannover keine Festnahmen. (sist)