Am Freitag sind bei einem Anschlag nahe der London Bridge zwei Menschen getötet worden. Nun hat die Terrormiliz Islamischer Staat die Tat für sich reklamiert.

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Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag mit zwei Todesopfern in London für sich reklamiert. Der Angriff am Freitag sei von einem "Krieger des Islamischen Staates durchgeführt" worden, teilte der IS über eines seiner Sprachrohre am Samstag mit.

Der Terrorexperte Peter Neumann vom Londoner King's College hält die Mitteilung für echt. Er gab aber zu bedenken, dass es sich lediglich um eine Behauptung der Terrormiliz handele. Sie beinhalte keine Details oder Täterwissen.

Attentäter von Polizei erschossen

Der Attentäter Usman Khan hatte am Freitag eine Frau und einen Mann nahe der London Bridge getötet und drei weitere Menschen verletzt. Der verurteilte Terrorist, der vorzeitig auf freien Fuß gekommen war, wurde von Passanten überwältigt und schließlich von der Polizei erschossen. Er trug einen Sprengstoffgürtel, der sich später als Attrappe herausstellte.

Wegen eines Schlags europäischer Ermittler gegen IS-Propaganda waren die meisten bisherigen Kommunikationskanäle der Extremisten diese Woche verschwunden. Die Erklärung zu London wurde in einem neuen Online-Kanal verbreitet. Ihre Form gleicht früheren Stellungnahmen der Miliz. Auch die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group berichtete über die Erklärung. (br/dpa)

Attentäter von London war Behörden bekannt

Der Mann hatte am Freitagnachmittag im Zentrum von London nach Polizeiangaben auf mehrere Menschen eingestochen, bevor er überwältigt und erschossen wurde.