Das venezolanische Militär hat auf Anweisung von Präsident Nicolás Maduro mit der Vertreibung von mehr als 10.000 illegalen Minenarbeitern aus dem Amazonasgebiet begonnen. Der zunehmende illegale Bergbau zerstöre den Amazonas-Regenwald in Venezuela und ganz Südamerika, sagte Maduro am Dienstag bei einer Zeremonie zur Beförderung von Offizieren in der Hauptstadt Caracas.

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Nach Angaben des für den Einsatz zuständigen Generals Domingo Hernández Lárez verließen insgesamt knapp 1.300 Betroffene bereits am Wochenende freiwillig den Nationalpark Yapacana. Dort wurde ein "humanitärer Korridor" eingerichtet, um die Minenarbeiter und ihre Familien wegzubringen.

In dem im Süden Venezuelas gelegenen Nationalpark arbeiten neben Einheimischen auch Bergleute aus Kolumbien, Brasilien und Ecuador in illegalen Minen. Aufnahmen des Militärs zeigen die massiven und teilweise irreparablen Schäden in dem mit 320.000 Hektar größten Nationalpark des Landes.

Laut der Nichtregierungsorganisation SOS Orinoco verwüstete der illegale Bergbau allein im Jahr 2020 ein 2.227 Hektar großes Gebiet in Yapacana, was in etwa der Größe von 3.200 Fußballfeldern entspricht. Gleichzeitig sind Krankheiten wie Krebs auf dem Vormarsch, weil die Fische in den Flüssen mit Quecksilber verseucht sind, das beim Goldabbau eingesetzt wird.



  © AFP

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