Jamaika-Sondierungen scheitern

Die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag fand am 24. September 2017 statt. Demnach bleiben CDU/CSU stärkste Kraft, die SPD sinkt auf fast 20,5 Prozent und die AfD wird drittstärkste Kraft. Die FDP zieht mit 10,7 Prozent wieder in den Bundestag ein. Die Grüne kommen auf 8,9 Prozent und die Linke auf 9,2 Prozentpunkte. Im Anschluss sollte die Möglichkeit einer schwarz-grün-gelben Regierungskoalition sondiert werden. Doch nach rund vier Wochen zäher Verhandlungen erklärte FDP-Chef Christian Lindner Jamaika einseitig für gescheitert. Die Reaktionen auf das Jamaika-Ende vielen emotional aus. Lindner begründete seine Entscheidung mit Prinzipien-Treue. Kanzlerin Angela Merkel zeigte sich ernüchtert. Gibt es nun Neuwahlen? Hier finden sie aktuelle News zur schwierigen Regierungsbildung nach der Bundestagswahl 2017 in Deutschland.

Eigentlich sollte es nur Gespräche mit den Jamaika-Sondierern und der SPD geben. Doch nun hat Bundespräsident Steinmeier auch Treffen mit den Fraktionschefs von AfD und Linkspartei angekündigt.

Verwirrung um den FDP-Kurs nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche: Während sich Generalsektretärin Nicola Beer offen für erneute Gespräche zeigt, schließt FDP-Chef Christian Lindner das kategorisch aus.

Es gibt sie in Dänemark und Norwegen. Es hat sie schon gegeben in Tschechien, Spanien, Portugal, Slowakei, Schweden und Österreich, und auch früher schon einmal in Dänemark und den Niederlanden - die Minderheitsregierung. Wäre das nach dem Jamaika-Aus nicht auch ein Modell für Deutschland? 

Der FDP-Vorsitzende erteilt einem neuen Jamaika-Versuch eine Abfuhr. Dies mache "keinen Sinn", sagt Lindner in einem Interview - und kritisiert dabei auch die Kanzlerin. Das Stelldichein der Parteichefs bei Bundespräsident Steinmeier geht derweil weiter.

Die FDP war's, sie hat die Jamaika-Sondierungen beendet. Immer noch wird heftig darüber gestritten, ob die Partei genau das von Anfang an wollte. Hat Christian Lindner den Abbruch inszeniert?

Zeigt die SPD nach dem Scheitern der Jamaika-Gespräche nun doch noch Gesprächsbereitschaft? SPD-Politiker Johannes Kahrs ruft seine Partei zu eben dieser auf.

Kein Jamaika-Bündnis, keine Aussicht auf eine neue Große Koalition - bleibt nur die Bildung einer Minderheitsregierung. Oder doch Neuwahlen? Die Politik demonstriert Normalität - dabei weiß keiner, wie es weitergeht.

Alle noch einmal nachdenken: Das ist das Mindeste, was der Bundespräsident von den Parteien verlangen kann. Vor allem von der SPD, in der Steinmeier Jahrzehnte zuhause war. Seine Botschaft: Die einfachste Lösung muss nicht die beste sein.

Die Deutschen wollen Neuwahlen. Eine Partei könnte sich freuen, eine andere muss zittern.

Tiefe Augenringe und müde Blicke: Die Teilnehmer der Jamaika-Sondierungen haben sich die Nächte um die Ohren geschlagen - ohne Erfolg. Wie sinnvoll sind Verhandlungen am körperlichen Limit?

Wer trägt Schuld am Scheitern der Gespräche über eine mögliche Jamaika-Koalition? Viele schieben der FDP den schwarzen Peter zu. Doch Parteichef Christian Lindner will das nicht auf sich sitzen lassen - und rechtfertigt sich in einem Brief an die Basis.

Grüne und Union gegen FDP. Die Debatte wirft auch nochmals ein Licht auf die Moderation der Kanzlerin.

Wie geht es nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen weiter? Bewegen sich SPD oder FDP doch noch auf die Union zu oder gibt es eine Minderheitsregierung? Die Alternative wären Neuwahlen. Und das versuchen CDU-Politiker zu verhindern.

Angela Merkel, Horts Seehofer, Christian Lindner – Wer muss nach dem Aus der Jamaika-Sondierungen um seine politische Zukunft bangen? Mit Material von der dpa.

Eine Minderheitsregierung in Deutschland – ein denkbares Szenario? Wenn es nach Andrea Nahles geht, ja. Anders sehen das die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner und Kanzleramtsminister Peter Altmaier.

Union und Grüne scheinen sich in den Jamaika-Sondierungen auf Bundesebene weiter angenähert zu haben. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat dies in Gesprächen mit Stuttgarter Medien betonte und stärkte dabei Kanzlerin Angela Merkel den Rücken.

Es ist die Quadratur des Kreises, die der Bundespräsident da vor sich hat. Steinmeier will Neuwahlen vermeiden. Doch keiner weiß so recht, wie das gehen soll. Hat Jamaika doch noch eine Chance?

Nach dem Abbruch der Jamaika-Gespräche ist die Mehrheit der Bürger nach einer aktuellen Umfrage für Neuwahlen.

Angela Merkel würde im Falle von Neuwahlen die CDU ein weiteres Mal als Spitzenkandidatin anführen.

Die SPD bleibt hart und setzt weiter auf Neuwahlen. Die Parteispitze hat am Mittag einen entsprechenden Beschluss gefasst. Zuvor war Kanzlerin Angela Merkel bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – mit der Hoffnung, dass er bei einer möglichen Regierungsfindung behilflich sein könnte. Der wurde danach deutlich.

Minderheitsregierung, große Koalition oder doch Neuwahlen: Welche Optionen nach dem Scheitern der Sondierungen auf dem Tisch liegen – und welche davon die wahrscheinlichste ist.

Neuwahl oder Minderheitsregierung: Das ist der Fahrplan nach dem Jamaika-Aus.

Mit den Sozialdemokraten könnte Kanzlerin Merkel nach dem Jamaika-Aus Neuwahlen noch verhindern. Bleibt die SPD standhaft?

Das Experiment Jamaika ist gescheitert, bevor es überhaupt angefangen hat. Die FDP hat die Sondierungsgespräche mit CDU, CSU und Grünen am späten Sonntagabend abgebrochen. So begründet Parteichef Christian Lindner diesen Schritt.

Die FDP lässt nach gut vier Wochen die Jamaika-Sondierungen platzen. Die ohnehin angeschlagene Kanzlerin steht mit leeren Händen da. In Zeiten von Krisen in Europa und weltweit ist das ein Problem - auch für ihre eigene politische Zukunft?

Rache für die Niederlage der FDP bei der Bundestagswahl 2013? Parteichef Lindner wirft Angela Merkel bei den Jamaika-Gesprächen die Brocken vor die Füße. Das wird wohl nicht nur der Kanzlerin schaden.

Die FDP hat eine mögliche Jamaika-Koalition platzen lassen und die Sondierungsgespräche abgebrochen. Die Reaktionen.

Paukenschlag von der FDP: Nach gut vier Wochen lässt sie die Jamaika-Sondierungen platzen. Was nun, Frau Merkel? Steht Deutschland vor einer Staatskrise?

Die Sondierungsgespräche gehen weiter - zuletzt wurde vor allem um die künftige Flüchtlings- und Klimapolitik gestritten. Obwohl Union, FDP und Grüne angestrengt verhandeln zeigen, ist eine endgültige Einigung noch längst nicht ausgemacht. Sollten die Gespräche platzen, dürfte es Neuwahlen geben. Damit kokettieren auch die Unterhändler immer wieder. Dabei ist der Weg dorthin keineswegs einfach. 

Union, FDP und Grüne haben sich nicht auf ein mögliches Jamaika-Bündnis einigen können. Wie geht es nun weiter?

Die FDP hat die Jamaika-Sondierungsgespräche am späten Sonntagabend platzen lassen. Angela Merkel äußerte sich mehr als eine Stunde später dazu - und bekundete ihr Bedauern über diesen Schritt.

Die Gespräche über eine Jamaika-Regierung sind geplatzt! Die FDP hat am späten Sonntagabend die Sondierungen über eine Koalition mit CDU, CSU und den Grünen abgebrochen.

Gute Nachrichten sind rar an diesem Sonntag der Entscheidung: Die 18-Uhr-Deadline ist verstrichen, doch noch immer verhandeln Union, FDP und Grüne. Keiner der großen Streitpunkte zwischen den Jamaika-Sondierern ist aus dem Weg geräumt. Sogar eine mehrwöchige Denkpause ist im Gespräch.

Der CSU-Chef Horst Seehofer bekräftigte in der Zuwanderungsfrage sein Konzept von "Humanität und Ordnung". Außerdem gelte es, Familien und Kinder in Deutschland zu stärken. Man werde aber wohl länger tagen als bis 18:00 Uhr.

Jamaika oder nicht Jamaika? Bis 18:00 Uhr wollen die Sondierer entscheiden, ob sie es mit Koalitionsverhandlungen versuchen. Doch es gibt noch einige strittige Punkte - und auch einige wenig zuversichtliche Äußerungen.

Jürgen Trittin ist skeptisch, dass es zu einer Einigung kommt. Nach Aussagen des Grünen-Sondierers ist die Schmerzgrenze seiner Partei erreicht. Größtes Problem ist dabei nicht die CSU.

Am Samstagabend sah die Grünen-Bundesvorsitzende zwar in einigen Bereichen Fortschritte, an anderen Stellen aber Rückwärtsentwicklungen. Am Sonntag sollten die Verhandlungen der Parteien fortgesetzt werden.

Lichtblick in den zähen Jamaika-Verhandlungen: Die Grünen sind offenbar bereit, der CSU in der Flüchtlingsfrage entgegen zu kommen. 

Der Druck auf die Jamaika-Sondierer wird immer größer: Eine selbst gesetzte Deadline der Unterhändler könnte erneut verschoben werden. Bei zentralen Punkten gibt es wenig Fortschritte, Ratlosigkeit macht sich breit.

Vorwürfe, Unterstellungen und wenig Kompromissbereitschaft: An den Spannungen zwischen den Grünen und der CSU könnten die Jamaika-Sondierungen scheitern. Warum treten ausgerechnet die beiden Parteien mit den geringsten Stimmanteilen als Querulanten auf?

Bundespräsident Steinmeier fordert von Union, FDP und Grünen, sich in den Sondierungen zu einigen. Er könne sich nicht vorstellen, "dass die Parteien ernsthaft das Risiko von Neuwahlen heraufbeschwören".

Auf ein Neues: Noch einmal wollen die Jamaika-Sondierer alle Themen durchkauen. In der Hoffnung, dass dann eine Einigung gelingt. Wie diese in den zentralen Streitfragen aussehen könnte, ist unklar. Vorerst rufen sich alle gegenseitig zur Kompromissbereitschaft auf.

Nachsitzen am Wochenende. Die Jamaika-Unterhändler sind erschöpft. Es geht nicht viel bei den Sondierungen von Union, FDP und Grünen. Kommt der Durchbruch noch?

Um 12:00 Uhr sollen die Jamaika-Sondierungen weiter gehen. Die Nachspielzeit im Liveticker.

Nicht nur bei den Sondierungsgesprächen läuft für FDP-Vize Wolfgang Kubicki nicht alles nach Plan, sondern auch privat. Er klagte nach der langen Verhandlungsnacht, keine Hemden mehr zu haben - und bat seine Frau, ihm welche zu bringen. Doch die sagte ab.

Er ist das große Streitthema zwischen CSU und Grünen: der Familiennachzug von Flüchtlingen. Worum sich der Streit dreht, wer welche Position vertritt und wie die Sachlage wirklich ist. Der Faktencheck.

Die Sondierungsgespräche einer möglichen Jamaika-Koaltion ziehen sich seit mehreren Wochen hin. So entspannen sich die gestressten Politiker in den Verhandlungspausen.

Nach kurzer Pause und wenig Schlaf wird weiter sondiert. Ob am Ende eine Jamaika-Koalition zustande kommt, bleibt aber ungewiss. Besonders tief ist der Dissens in der Flüchtlingspolitik. Auch die Zukunft des Soli ist weiter strittig.

Das Pokern war nervenzehrend. Die "Jamaikaner" rangen fast bis zum Morgengrauen. Dann vertagten sie sich doch. Zu weit lag man auseinander. Vor allem vier Themen liegen den Sondierern schwer im Magen, zwischen zwei Parteien hakt es offenbar deutlich. Führende Politiker zeigen sich ernüchtert.

Heute Abend, spätestens Freitagfrüh soll es eine Einigung bei den Jamaika-Sondierungen geben. Bis dahin rauchen noch einmal die Köpfe der Unterhändler von CDU, CSU, FDP und Grünen. Der Liveticker zu finalen Sondierungstag.