Mit der Abdankung von König Juan Carlos übernimmt Kronprinz Felipe die spanische Thronfolge. Gleichzeitig wird dessen Ehefrau Letizia zur Königin - doch hat sie auch wirklich das Zeug zur Regentin?

Nicht immer haben Kollegen positiv über die ehemalige Journalistin Letizia, die schon als 11-Jährige ihre erste Kindersendung im Radio moderierte, berichtet. Des Öfteren gab ihr Privatleben Anlass für Spekulationen und Schlagzeilen.

Beauty-OPs, Magersucht und Abtreibung

Noch nie gab der spanische Hof eine Stellungnahme zu privaten Angelegenheiten der Königsfamilie ab. Bis zum August 2008. Da ließ sich Prinzessin Letizia nämlich Nase, Kinn und Lachfalten korrigieren. Die Beauty-OP blieb der Öffentlichkeit natürlich nicht verborgen und so wurde ein Kommuniqué veröffentlicht, in welchem der Hof den Eingriff zugab. Als Erklärung wurden gesundheitliche Gründe vorgeschoben. Dies wurde vor allem im Hinblick auf das Kinn und die Lachfalten eher spöttisch zur Kenntnis genommen.

Zudem kursieren immer wieder Gerüchte um eine etwaige Magersucht der doch sehr schlanken Letizia. Dass die angehende Königin jedoch tatsächlich unter einer Essstörung leidet, konnte bislang ebenso wenig belegt werden, wie die "Enthüllungen", die der Autor Cunill Sanz 2010 in einem Buch über das angebliche Lotterleben Letizias präsentierte. Darin ist von Affären, Haschischkonsum und einer Abtreibung noch vor Letizias erster Ehe die Rede. Er könne die Angaben nicht beweisen, so Sanz, habe sie aber aus Geheimdienst-Akten übernommen.

Seit zehn Jahren glücklich

Tatsächlich war Letizia schon einmal verheiratet, bevor sie Thronfolger Felipe das Jawort gab. Weil diese erste Ehe jedoch nur standesamtlich und nicht kirchlich geschlossen wurde, stimmte die katholische Kirche einer kirchlichen Hochzeit mit Felipe zu - auch wenn die Königsfamilie über diesen Umstand natürlich "no divertido" war.

Abgesehen davon gehören Gerüchte und Spekulationen seit jeher genauso zum royalen Alltag, wie Elefanten in die Savanne. Den Kronprinz scheint der ganze Klatsch und Tratsch um seine Gemahlin jedenfalls nicht zu stören. Felipe gilt im Gegensatz zu seinem umstrittenen Vater als bodenständiger und geradliniger Typ. Seit dem 22. Mai 2004 ist das Paar verheiratet, hat zwei gemeinsame Töchter. Und wer, wenn nicht der angehende König, könnte besser beurteilen, ob Letizia das Zeug zur Königin hat.