• Entwickler People Can Fly wählt eine radikale "Erziehungsmaßnahme" gegen Cheater jeden Alters.
  • Mit Wasserzeichen werden Schummler bei "Outriders" öffentlich als solche gebrandmarkt.
  • Zusätzlich werden sie mit Restriktionen beim Matchmaking bestraft.

Mehr Gaming-News finden Sie hier

Cheater sind Spielverderber. Beliebt sind die Schummler daher weder bei Entwicklern noch bei den Gamern. People Can Fly, die Spieleschmiede hinter dem Solo- und Multiplayer-Shooter "Outriders", hat sich zu einem besonders radikalen Schritt entschieden, um die Übeltäter abzustrafen: Mit dem Update, das zum Start des Titels am 1. April geplant ist, werden Cheater nicht nur mit Schwierigkeiten beim Matchmaking sanktioniert, sondern öffentlich gebrandmarkt: mit einem "diskreten, aber sichtbaren" Wasserzeichen. Wie ein Tattoo, das man bereut, soll dieses Stigma nicht entfernbar sein. "Brands over bans" nennt man derlei Strategien im Englischen.

"Outriders": Drakonische Strafen für Cheater

In ihrem Steam-Post zum kommenden Update äußern sich die Macher von "Outriders" zu den Überlegungen hinter den Strafmaßnahmen: "Schon seit dem Launch der Demo war dies ein heißdiskutiertes Thema. Daher wollten wir eine Perspektive geben und gleichzeitig unsere Politik hinsichtlich Cheaten und Hacken unterstreichen."

"Outriders" erscheint am 1. April für PC und Konsolen.

Während der Demo-Phase hätten die Mitarbeiter von People Can Fly unter den zwei Millionen Spielern rund 200 Cheater identifiziert. Das sind lediglich 0,01 Prozent der gesamten Community. Doch wollte man früh ein Zeichen setzen. Zudem werden Cheater auch durch Matchmaking-Restriktionen ausgebremst. Außer allein oder gegen andere "Geächtete" werden die Schummler kaum spielen können.

Was gilt als Cheaten?

Doch was gilt überhaupt als Cheaten? Geahndet wird, wer das Game auf dem PC ohne die Software Easy-Anti-Cheat (EAC) spielt. Mods zum Verbessern des Charakters sind ebenfalls verpönt. Auch die Manipulation der Spielzeit für zeitabhängige Herausforderungen ist untersagt. Gleiches gilt natürlich für Gameplay-Veränderungen wie Aimbots oder Wallhacks.

Noch haben Cheater übrigens die Chance, Abbitte zu leisten und ein neues digitales Leben mit einer weißen Weste zu beginnen: Wer während der Demo geschummelt hat, "um es mal auszuprobieren", kann als ehrlicher Spieler wieder bei Null anfangen, wenn er alle Charaktere und Items auf seinem gesamten Account löscht, so das Studio.

(tsch)  © 1&1 Mail & Media/teleschau

Teaserbild: © Square Enix