Andere Länder bereisen im Juni? Das bleibt in Zeiten der Corona-Pandemie voraussichtlich ein Wunschtraum. Immerhin in der digitalen Welt können Gamer bald fremde Länder besuchen - und diese direkt erobern.

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Die Rede ist vom Remake eines der größten Kultspiele aus dem Echtzeit-Strategie-Genre: "Command & Conquer". Das Spiele-Doppelpack von EA erscheint am 5. Juni zum Schnäppchenpreis von 20 Euro.

Die "Remastered Collection" von "Command & Conquer" lässt die in die Jahre gekommenen Titel "Der Tiberiumskonflikt" (1995) und "Alarmstufe Rot" ("Command & Conquer 2", 1996) in 4K-Auflösung erstaunlich zeitgemäß wirken. Dazu tragen auch cineastische neue Render-Zwischensequenzen bei. Last but not least: Der Ton macht nicht nur die Musik, er steigert auch die Immersion. Daher wurde auch der Sound remastered.

"Command & Conquer: Remastered Collection": Gameplay wie anno dazumal, Grafik und Sound aufgehübscht.

Zeitlos dagegen bleibt auch 25 Jahre nach dem ursprünglichen Release des ersten "C&C"-Teils das klassische Echtzeit-Strategie-Gameplay. Die DNA des Originals beizubehalten, war das erklärte Ziel der Entwickler Petroglyph. Einen Feinschliff gab es allerdings bei der Gestaltung des "Head Up Display". Behoben wurden Bugs und Multiplayer-Exploits. Neu sind auch Details wie die Möglichkeit, Hotkeys frei zu belegen oder die Lebensanzeigen der Einheiten ein- und auszublenden. Ebenfalls renoviert wurde der Multiplayer-Modus mitsamt Karteneditor für Custom Maps und einer Quick-Match-Option. Crossplay zwischen EA Origin und Steam wird unterstützt.

"Command and Conquer": Fans sehen einiges zum ersten Mal

Neben den ersten beiden Teilen der Reihe beinhaltet die aufpolierte Kollektion auch die drei Addons "Der Ausnahmezustand", "Gegenangriff" und "Vergeltungsschlag".

Cineastische Zwischensequenzen: Im Remaster sehen sie nicht mehr so pixelig aus wie im Original Mitte der 90-er.

Fun Fact: Wer seinerzeit die deutsche Version von "C&C" gezockt hat, sieht auch bei den Hauptspielen manches zum ersten Mal. Denn Mitte der 90er Jahre waren die Kriterien für eine USK-Freigabe noch deutlich strenger als heute. Daher ersetzten 1995 aus Jugendschutzgründen in der deutschen Version Roboter die Soldaten. Statt Blut floss damals Motoröl. All das wird nun auch für den deutschen Markt mit 25-jähriger Verspätung nachgereicht. Gleiches gilt für zensierte Zwischensequenzen wie die Ermordung Adolf Hitlers.

Mit dem Karteneditor eigenen Content erschaffen, auch das geht beim "C&C"-Remaster.

Schön für Nostalgiker: Jederzeit lässt sich zwischen der aufgemotzten HD-Grafik und dem pixeligen Original hin und her wechseln. Die Macher liebäugeln offenbar damit, bei großem Interesse der Community nicht nur Altes aufzuwärmen, sondern neue Teile der Serie zu erschaffen. So erklärte Jim Vesella, Lead Producer bei Petroglyph, im Interview mit "Gamestar": "Ich würde liebend gerne mehr C&C-Spiele machen."  © 1&1 Mail & Media/teleschau