Am 10. November kommt die nächste Xbox-Generation auf den Markt. Die ersten Pressevertreter haben schon jetzt Zugang zur Xbox Series X - und verraten, wie es um Ladezeiten, Abwärtskompatibilität, Speicherplatz und Lautstärke der Konsole bestellt ist.

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Die ersten Modelle der rund 500 Euro teuren Xbox Series X wurden ausgeliefert - allerdings nicht an Vorbesteller, sondern an auserwählte internationale Medienvertreter.

Einer der Glücklichen: Tom Warren von "The Verge". In seinem Hands-on-Bericht schwärmt der Technikjournalist von den Vorzügen der SSD-Festplatte hinsichtlich der Ladezeiten: Im Vergleich zur Xbox Series X habe sich die Rückkehr zur Xbox One X angefühlt, "als würde man von Kabel-Internet zurückkehren in die Zeiten der 56K-Modems". Warrens Fazit über Microsofts neues Flaggschiff: "Alles fühlt sich einfach besser an."

Xbox Series X: Schneller Spielstart und flotte Datenübertragung

Was wäre ein Hands-on ohne konkrete Fakten? Als Testobjekt diente unter anderem "Sea of Thieves". Während die Series X binnen 20 Sekunden von Null auf Spielstart ging, müssen Xbox-One-X-User 81 Sekunden Däumchen drehen, bevor sie in See stechen können. Bei "Destiny" verkürzte die neue Konsole die Wartezeit von 112 Sekunden auf 43. Bei "CoD: Warzone" steht man nach 16 Sekunden (und damit 5 Sekunden schneller) auf dem Schlachtfeld.

Auch bei der Datenübertragung von Spielen zwischen zwei Festplatten zeigte die SSD der Series X ihre Stärken. Beispiel "Assassin's Creed: Origins": Der Transfer von einer externen SSD-Festplatte auf die eingebaute SSD der neuen Konsole dauerte zwei Minuten und 18 Sekunden. Der umgekehrte Weg rund doppelt so lang: 4 Minuten und 33 Sekunden.

Der Speicherplatz von 1 TB wirkt zwar zunächst opulent, doch werden die Next-Gen-Games Speicherfresser sein. Dazu kommt: Es stehen wohl nur 802 GB real zur Verfügung, den Rest schnappen sich das Betriebssystem und Systemdaten. Ob sich daran bis zum offiziellen Release noch etwas ändert, bleibt abzuwarten. Der Erweiterungsschlitz für eine 1-TB-Speichererweiterungskarte, die auf der Rückseite eingesteckt wird (Seagate SSD: 239,99 Euro), oder die günstigere (und langsamere) Lösung einer externen USB 3.1 Festplatte lösen diese Herausforderung gegebenenfalls.

Die interne SSD-Festplatte der Xbox lässt sich ohne Geschwindigkeitseinbußen erweitern. Allerdings kostet der 1-TB-Zusatzspeicher rund 230 Euro.

Game Changer: "Quick Resume"

In einem weiteren Punkt versuchten die ersten Tester, die Series X auf Herz und Nieren zu prüfen: die Abwärtskompatibilität zu Titeln der Vorgängerkonsole. Besonders geschmeidig liefen Games ohne FPS-Begrenzung wie "Sekiro: Shadows Die Twice", das auf der Next-Gen-Konsole mit stabilen 60 FPS lief. Beim Vorgänger Xbox One X schwankte die Bildwiederholrate rund um 37 FPS.

Die Experten von "Venture Beat" testeten zudem die "Quick Resume"-Zeiten, also den schnellen Wechsel zwischen Games nach dem Konsolenstart. Innerhalb von eineinhalb Minuten sei es möglich gewesen, die Xbox Series X anzuschalten und zwischen "GTA", "No Man's Sky", "Final Fantasy 15" und "Sekiro" hin und her zu wechseln, ohne dass die Spiele komplett neu geladen werden mussten. Die Tester bei "CNET" nennen das Quick-Resume-Feature einen echten Game Changer.

Auch bei "IGN" hatten Journalisten die Gelegenheit, die Konsole auszuprobieren. Autor Ryan McCaffrey gefällt das Design der stehenden Konsole, während er die horizontale Optik despektierlich mit einem Kaminholz vergleicht. Außerdem bemerkte er, wie leise die Konsole arbeitet und lobte die Ergonomie des Controllers als "leichte Verbesserung". (tsch)  © 1&1 Mail & Media/teleschau