Bestattung im Rhein: "Lindenstraßen"-Star Moritz A. Sachs berichtet, dass er und seine Frau ihr Kind nach einer Fehlgeburt dem Fluss überließen.

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Jahrelang spielte der Schauspieler Moritz A. Sachs die Rolle des Klaus Beimer in der beliebten Serie "Lindenstraße". Mit dem Fernsehsender RTL sprach Sachs nun über einen besonders traurigen Moment in seinem Privatleben: Nach der dritten Fehlgeburt seiner Frau im Dezember 2015 bestatteten die beiden einen zwölf Wochen alten Fötus im Rhein. Aber warum gerade der Fluss?

Moritz A. Sachs: Mülleimer nicht akzeptabel

"Am nächsten Morgen dachten wir 'Was machen wir jetzt?' Im Klo runterspülen geht nicht, Mülleimer fanden wir auch irgendwie nicht akzeptabel", erklärt der Schauspieler die Situation. In diesem Moment entschied sich das Paar für den Rhein. Da Sachs und seine Frau am Fluss wohnten und dort öfter vorbeikämen, hätten die beiden dies für eine gute Lösung gehalten.

Während sich nach einer Fehlgeburt die verstärkte Wahrnehmung glücklicher Paare mit Kindern normalisiere, bliebe ein leeres Gefühl zurück: "Da fehlt was."

Sachs leidet unter Fehlgeburten: Privat und im TV

Besonders dramatisch: Kurz nach einer Fehlgeburt seiner Frau muss Moritz A. Sachs für die "Lindenstraße" eine ganz ähnliche Situation auf die Fernsehbildschirme bringen.

Sein Seriencharakter Klaus Beimer muss ebenfalls eine Fehlgeburt seiner Partnerin verkraften. Nur wenige seiner Kollegen hätten Bescheid gewusst, auch seiner Frau habe er erst später vom belastenden Dreh erzählt, berichtet Sachs RTL.

Im Privaten erleben der Schauspieler und seine Partnerin insgesamt drei Fehlgeburten. Das erste Mal sei ein großer Schock gewesen, beschreibt Sachs seine Gefühle. Aber beim dritten Mal sei es fast am schlimmsten gewesen: Die Wiederholung habe er als unheimlich unfair empfunden, das habe ihn sehr mitgenommen – "auch weil man sich dann ja wirklich fragt: Macht das Sinn, das dann nochmal zu versuchen?"

Zwar glaubten die beiden nicht an das Schicksal: Die Hoffnung, sich ihren Kinderwunsch doch noch zu erfüllen, hätten sie aber noch nicht aufgegeben.  © 1&1 Mail & Media / CF