Jeden Montag schreibt unser Kolumnist Christian Schommers eine Mail an einen Star. Diesmal geht es um das Noch-Ehepaar Löw.

Ihr Privatleben war immer genau das: privat. Joachim "Jogi" (56) und Daniela Löw (54) ließen sich nie in die Karten schauen. Kein nerviges Social-Media-Gezwitscher, keine unnötigen Posts über unnötige Belanglosigkeiten, kein Facebook-Seelenstriptease im Essensrhythmus.... Im Gegenteil! Fußball war Fußball und privat blieb privat.

Das, was man über einen der prominentesten und beliebtesten Deutschen wusste und weiß, hielt sich in engen Grenzen. Geburtsdatum: 3. Februar 1960. Geburtsort: Schönau im Schwarzwald.

"Mein Zuhause ist eine Oase der Ruhe"

Seit 2006 Trainer der Nationalmannschaft, Weltmeister... Marotte: Er zischelt beim Sprechen und bläst schon einmal die Backen auf. Privatleben: verheiratet seit mehr als 30 Jahren mit seiner Jugendliebe Daniela.

Die stille Ehe von Jogi und seiner Noch-Frau Daniela.

Nun ja, die letzte Aussage gilt nur noch bedingt. Verheiratet sind sie noch, die beiden, aber die Ehe soll – so ein Vertrauter des Paares – vor dem Aus stehen.

Einst sagte der Bundestrainer: "Mein Zuhause ist eine Oase der Ruhe, der Entspannung und der Muße … In meinem Haus möchte ich Harmonie spüren, keine Extreme, keine Hektik. Da gibt's nur uns, meine Frau und mich." (Sport BILD) So sprach Jogi über seinen Rückzugsort in Baiersbronn, sein Leben und seine kinderlose Ehe mit Daniela.

Kaum Informationen über das Privatleben der Löws

Abseits des Rasens wusste man recht wenig von Jogi, wenn man mal von gelegentlichen Taschenbillardspielen oder dem Hang zu körpernahen Pullovern und tarnfarbenen Badehosen absieht. Darauf stürzte sich der Boulevard, weil's sonst nichts gab, auf das man sich hätte stürzen können.

Daniela, die auch die Finanzen des Löw-Unternehmens betreut, mied die Öffentlichkeit. Man spricht sogar von chronischer Medienscheu. "BILD" rekapitulierte, dass der letzte gemeinsame Auftritt des Ehepaares Löw zurückdatiert bis in den August 2015, bei der Beerdigung von Sportfunktionär/Politiker Gerhard Mayer-Vorfelder.

Daniela Löw meidet das Rampenlicht

Daniela Löw nahm Pflichttermine wahr, war beim WM-Triumph in Rio 2014 zugegen, aber sie mied das Rampenlicht und die roten Teppiche, wo immer und wann immer sie konnte. Darüber ob dies der Trennungsgrund ist, wird jetzt zeilenlang spekuliert. Oder auch, ob Jogi sich im Zuge seiner Karriere weiter entwickelte, Daniela nicht.

"Früher hießen die Zusammenkünfte mit seinem Stab "Trainersitzung" und fanden in Baiersbronn im Schwarzwald statt, inzwischen heißen sie "Meetings" und werden in Berlin abgehalten. Löw hat in Berlin-Mitte eine Wohnung, und nun sieht es ganz so aus, als hätte er auch seinen privaten Mittelpunkt dorthin gelegt." (SZ.de).

Beide wollen keinen Rosenkrieg

In Japan steigt die Scheidungsrate, wenn der Mann in Rente geht. Jogi bleibt ja, vielleicht war sein Wunsch nach Vertragserfüllung bis 2018 ein Grund für das Aus. Who knows...? Allem Anschein nach schaffen die beiden Eheleute aber das, was normalerweise gar nicht geht: Sie wollen ihre Ehe in eine Freundschaft überführen.

Sie wollen keinen Rosenkrieg. Sie wollen nicht durchs Mediendorf getrieben werden und halten es auch bei der Trennung mit ihrer goldenen Regel: Fußball ist Fußball, privat ist privat.

Herzliche Grüsse und einen guten Wochenauftakt

Christian Schommers  © top.de