Im TV war er der kluge Malcolm, dem keiner so schnell etwas vormachte. Im wahren Leben kann sich Schauspieler Frankie Muniz nicht mal mehr an die Erfolgsserie "Malcolm Mittendrin" erinnern. Der Grund: Nach 16 Mini-Schlaganfällen und zahlreichen Gehirnerschütterungen verlor er sein Langzeitgedächtnis.

Als für die Comedy-Serie "Malcolm Mittendrin" 2006 die letzte Episode abgedreht war, entschied sich Hauptdarsteller Frankie Muniz (31) dazu, Hollywood den Rücken zu kehren und Rennfahrer zu werden.

2009 passierte dann das Unglück: der einstige Kinderstar hatte einen schweren Rennunfall.

"Mein Auto überschlug sich und krachte gegen eine Wand. Am Ende habe ich mir den Rücken, den Knöchel, vier Rippen und meine Hand gebrochen. Mein Daumen baumelte nur noch an der Haut", so der 31-Jährige im Interview mit dem amerikanischen "People" Magazin.

9 Gehirnerschütterungen und 16 Mini-Schlaganfälle

Vermutlich hatte auch sein Gehirn unter der Rennfahrer-Karriere zu leiden – auch wenn Frankie diesbezüglich keinen Zusammenhang sieht.

"Ich hatte neun Gehirnerschütterungen und eine ausreichende Menge an Mini-Schlaganfällen. Ich sage nicht, dass diese Dinge unbedingt im Zusammenhang mit meinem Erinnerungsvermögen stehen. Ich bin nie zum Arzt gegangen und habe gefragt 'Warum habe ich keine Erinnerungen?'. Um ehrlich zu sein habe ich nie wirklich darüber gesprochen."

"Ich dachte das ist normal"

In einem weiteren Interview mit "People", kurz nach seinem Auftritt bei "Dancing with Stars", musste er dann doch Rede und Antwort stehen: "Es ist etwas, über das ich eigentlich nie gerne sprechen wollte, weil ich einfach nur ich bin und das mein Leben ist.

Aber wir haben über 'Malcolm Mittendrin' gesprochen, wie alles angefangen hat und ich habe einfach keine Erinnerungen an die Serie. In den letzten zehn Jahren hat meine Mutter immer mal wieder über Dinge wie Reisen oder große Events gesprochen, auf denen wir waren – für mich war das alles neu.

Ich weiß nicht warum das so ist. Es ist nichts, mit dem ich mich beschäftigt habe, ich dachte einfach, das mein Gehirn so ist. Ich dachte das ist normal. Ich wusste nicht, dass ich mich daran erinnern muss, dass ich in jüngeren Jahren bei den Emmys war."

Schlaganfälle gehören zu seinem Leben

Mittlerweile ist Frankie, der eigentlich Francisco heißt, an die Schlaganfälle gewöhnt: "Zuerst verliere ich mein peripheres Sehen. Ich kann die Leute zwar sehen, aber nicht erkennen, wer es ist. Ich kann Worte hören, aber ich kann nicht sagen, was sie bedeuten. Dann werde ich taub. Das ist ein ekliges Gefühl. Aber ich weiß ja nun wann es passiert. Ich lege mich dann meistens hin und warte, bis es vorbei ist."

Den Gang zum Arzt spart sich der einstige Schauspieler mittlerweile, denn die haben bis heute keinen Grund für die Mini-Schlaganfälle gefunden.

"Ich war bei so vielen Neurologen und habe jeden einzelnen Test gemacht. Ich habe keine Antworten bekommen, warum das so ist. Ich bin so müde vom Suchen nach einer Antwort, dass ich nicht mehr weiter forschen werde. Ich habe es einfach akzeptiert", so Frankie.


Seine Freundin unterstützt ihn

Zum Glück hat der 31-Jährige jedoch mit Freundin Paige Price eine verständnisvolle Partnerin, die ihn tatkräftig unterstützt: "Sie ist fantastisch. Sie schreibt alles auf, weil ich ein bisschen traurig werde, wenn ich darüber nachdenke, dass ich mein Gedächtnis verliere.

Deshalb schreibt sie ein Tagebuch, in das ich jeden Tag schauen kann. Es ist cool, weil es wunderbare Details hat. Vor einem Jahr hat sie damit angefangen und wird hoffentlich damit weitermachen. Sie ist toll und sehr unterstützend. Ich hoffe wir haben noch jede Menge weitere gemeinsame Erinnerungen."

In die Zukunft kann er dennoch positiv schauen: "Mein denkwürdigstes Jahr ist 2017, weil ich gelernt habe, in der Gegenwart zu leben. Ich bin glücklich mit meiner Schauspiel-Karriere, glücklich mit der Entscheidung, Rennfahrer zu werden und mich auf die Musik zu fokussieren. Selbst wenn ich mich an all das nicht erinnere, bin ich glücklich." Und das ist doch die Hauptsache …

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