Michael Jackson starb vor vier Jahren während der Vorbereitungen zu seiner geplanten Welttournee. Nun kommt ans Licht: Jackson soll 60 Tage lang an massiven Schlafstörungen gelitten haben - ein Umstand der schließlich zu seinem Tod geführt haben könnte.

Die Todesumstände von Michael Jackson werden immer mysteriöser. Im Prozess gegen den Musikveranstalter AEG Live sagte am vergangenen Freitag ein Gutachter aus, der die Behauptung aufstellte, dass der King of Pop 60 Tage lang unter massiven Schlafstörungen gelitten habe. Das berichtet der Nachrichtensender CNN. Schuld daran sei offenbar Propofol gewesen. Ein Narkosemittel, das ihm sein Leibarzt Dr. Conrad Murray über einen längeren Zeitraum hinweg verabreicht hatte.

Der Schlaf-Experte Dr. Charles Czeisler sagte dem Gericht, dass Propofol bei Michael Jackson den normalen Schlafzyklus unterbrochen hatte. Die Folge: Der Sänger konnte sich nicht im Tiefschlaf, den sogenannten REM-Phasen, erholen. Das Präparat sorgte dafür, dass sich Jackson zwar ausgeschlafen fühlte, allerdings hätten sich die Gehirnzellen und der Körper nicht revitalisieren können.

Wie sich herausstellte führte der Schlafentzug bei Michael Jackson zu erheblichen körperlichen und geistigen Einschränkungen. Wie aus Emails und Zeugenaussagen hervorging, scheiterte der King of Pop selbst an einfachsten Tanzschritten, führte Selbstgespräche und vergaß ganze Songpassagen. Auch habe Jackson in dieser Zeit stark abgenommen. Symptome, die durch den Schlafmangel verursacht wurden.

Schlaf-Experte Czeisler ist sich laut CNN sicher, dass Michael Jacksons Tod früher oder später durch die Schlafstörung eingetreten wäre. Der King of Pop verstarb am 25. Juni 2009 an einer Überdosis Propofol. (kom)