"Prison Break"-Hauptdarsteller Wentworth Miller hat mehrere Suizid-Versuche hinter sich. In einer erstaunlich offenen Rede sprach der Schauspieler jetzt über die Angst, die er als aufstrebender Hollywoodstar jahrelang vor seinem Coming-out als Homosexueller hatte.

In schockierenden Worten schildert "Prison Break"-Star Wentworth Miller, wie er als Jugendlicher versuchte, sich das Leben zu nehmen: "Das erste Mal, als ich versuchte mich umzubringen, war ich 15. Ich habe gewartet, bis meine Familie über das Wochenende verreist war und ich alleine zuhause war. Dann schluckte ich eine Dose Tabletten. Ich weiß nicht mehr genau, was in den darauffolgenden Tagen passierte, aber ich bin ziemlich sicher, dass ich am Montag Morgen wieder im Schulbus saß und so tat, als wäre alles in Ordnung."

Lange Zeit hatte der Schauspieler bestritten, homosexuell zu sein. Erst im August diesen Jahres hatte das jahrelange Versteckspiel ein Ende, als er die Einladung zum Internationalen Filmfest von Sankt Petersburg wegen der Diskriminierung von Homosexuellen in Russland ablehnte. Bei einem Gala-Dinner anlässlich einer Menschenrechtskampagne am Samstagabend in Seattle sprach Miller nun zum ersten Mal ausführlich über die Angst, die er als aufstrebender junger Schauspieler vor seinem Coming-Out hatte.

Die Suizid-Versuche seien kein Hilfeschrei gewesen, denn "man schreit nur um Hilfe, wenn es Hilfe gibt, nach der man schreien kann." Inzwischen allerdings wolle er genau das Vorbild sein, welches er nie gehabt habe. Eine Einstellung, die hoffentlich vielen Mut macht.

(lug)