Ein Rettungspaket für die in der Corona-Krise schwer angeschlagene Lufthansa rückt immer näher. Es geht um Milliarden.

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Bei den Verhandlungen der Bundesregierung über ein Rettungspaket für die Lufthansa ist nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel "in Kürze" mit einer Entscheidung zu rechnen. Das sagte Merkel am Mittwoch in Berlin. Die Regierung sei in "intensiven Gesprächen" mit dem Unternehmen und der EU-Kommission. "Es ist in Kürze mit einer Entscheidung zu rechnen." Merkel sagte zudem, sie könne zu laufenden Gesprächen keine Details nennen.

Ein Regierungssprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend: "Die Gespräche sind zwar weit gediehen, aber noch nicht abgeschlossen".

Bericht: Bund will sich mit 25 Prozent an Lufthansa beteiligen

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat sich die Regierung auf einen gemeinsamen Vorschlag für ein Lufthansa-Rettungspaket geeinigt.

Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, die Bundesregierung habe sich darüber geeinigt, wie der Staat bei der wegen der Corona-Krise in die Schieflage geratenen Fluggesellschaft einsteigen soll. Merkel, Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hätten einen Kompromiss erzielt. Sprecher des Wirtschafts- sowie des Finanzministeriums wollten sich auf dpa-Anfrage zu dem Bericht nicht äußern.

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Wie der "Spiegel" schreibt, soll die Einigung vorsehen, dass der Bund sich mit 25 Prozent plus einer Aktie an der wirtschaftlich schwer angeschlagenen Lufthansa beteiligt und ihr darüber hinaus weiteres Kapital bereitstellt. Zwei Aufsichtsräte sollen laut Bericht demnach von der Bundesregierung besetzt werden. Insgesamt dürfte sich die Beteiligung auf neun Milliarden Euro addieren.

Die Bundesregierung und die Lufthansa verhandeln seit Wochen über Staatshilfen. Dabei ging es nach dpa-Informationen um ein Paket von bis zu neun Milliarden Euro. Die Modalitäten waren in der Koalition umstritten. (ash/dpa)

Lufthansa-Maschine landet in Athen

Es ist das erste Lufthansa-Flugzeug seit fast zwei Monaten, das sich auf den Weg in die griechische Hauptstadt gemacht hat. An Bord waren allerdings keine Touristen, sonder Arbeitskräfte für Griechenland oder griechische Rückkehrer. Alle Passagiere mussten am Flughafen zunächst einem Corona-Test unterziehen.