Soll die Zeitumstellung beibehalten werden? Oder ist eine dauerhafte Sommer- oder Winterzeit sinnvoller? Die EU-Bürger haben in einer Umfrage zur Zeitumstellung ihre Meinung abgegeben. Doch wie stehen die Deutschen dazu? Wir haben exklusive Ergebnisse einer Umfrage dazu.

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Das Thema Zeitumstellung in der EU wird derzeit wieder heiß diskutiert: Hunderttausende Europäer haben an einer Online-Umfrage teilgenommen. Das Ergebnis ist aber noch nicht bekannt.

In einer exklusiven und repräsentativen Umfrage für unser Portal hat das Umfrageinstitut Civey Zahlen zur Meinung der Bundesbürger erhoben.

Das Online-Umfrage-Tool wird von Medienhäusern (darunter auch dieses Portal) verwendet. Dadurch haben insgesamt 5.067 repräsentativ ausgewählte Personen im Zeitraum vom 13. bis zum 17. August an der Befragung teilgenommen (Stand: 17. August 05:47).

Unterschiede zwischen Westen und Osten

12,6 Prozent der Deutschen wollen demnach die Zeitumstellung weiterhin beibehalten. Eine durchgängige Sommerzeit wünschen sich etwa 46 Prozent. 37 Prozent der Befragten wären mit einer durchgängigen Winterzeit zufrieden.

Einen großen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt es nicht. Sowohl Männer als auch Frauen tendieren zur dauerhaften Sommerzeit.

Im Osten und Westen Deutschlands sind sich die Menschen hingegen nicht ganz einig: Der Westen möchte eindeutig eine permanente Sommerzeit einführen. Dort wollen zudem deutlich mehr Menschen die Zeitumstellung beibehalten.

Im Osten hingegen beträgt der Unterschied zwischen Sommer- und Winterzeit nur knapp ein Prozent.

Unterschiede zwischen Altersgruppen

Bei den unterschiedlichen Altersgruppen gibt es ebenfalls einige Unterschiede: Die 40- bis 49-Jährigen sind mit 49,5 Prozent vor allem von der Sommerzeit überzeugt.

Die Gruppe der 50- bis 64-Jährigen könnte sowohl mit der Sommer- als auch mit der Winterzeit leben. Nur knapp ein Prozent mehr sind für die durchgehende Sommerzeit.

Auffallend viele der jüngsten Altersgruppe von 18 bis 29 haben angegeben, dass sie nicht wissen, was sie bevorzugen. Über elf Prozent haben mit "Weiß nicht" geantwortet.

Großes Interesse an EU-Umfrage

Wann erste Ergebnisse bekannt gegeben werden und wie es weitergeht.

In der Nacht zum Freitag hat die EU-weite Umfrage geendet - und hat offenbar sehr großes Interesse hervorgerufen: Seit Anfang Juli seien mehr als 4,6 Millionen Antworten eingegangen, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Freitag. Im Vergleich zu anderen öffentlichen Befragungen ist das ein Teilnehmerrekord.

Bis das Ergebnis der Befragung veröffentlicht wird, dauert es allerdings noch. Die Antworten würden nun ausgewertet und in den kommenden Wochen ein Bericht vorgestellt, sagte er weiter.

Die EU-Kommission betonte zuletzt jedoch mehrfach, bei der Umfrage handele es sich nicht um ein Referendum.

Das Europaparlament hatte die Brüsseler Behörde im Februar beauftragt, Forderungen nach einer Abkehr von der Sommerzeit zu prüfen. Die nicht repräsentative Umfrage ist dabei nur ein Teil der Bewertung, aber nicht verbindlich.

Für die repräsentative Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Civey die Antworten von 5.067 Teilnehmern berücksichtigt. Das Gesamtergebnis ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Alle Teilnehmer haben u.a. Daten wie Alter, Geschlecht und Wohnort angegeben und wurden registriert und verifiziert. Civey korrigiert Verzerrungen durch ein mehrstufiges Gewichtungsverfahren. Der Befragungszeitraum war der 13. bis 17. August 2018. Die genaue Fragestellung lautete: "Sollte es im Frühling und Herbst Zeitumstellungen geben oder sollte entweder die Sommer- oder Winterzeit durchgängig gelten?" mit den Antwortmöglichkeiten "Weiterhin Zeitumstellung", "Durchgängig Sommerzeit", "Durchgängig Winterzeit", "Weiß nicht". Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse beträgt 2,5 Prozentpunkte. Zusätzliche Informationen zur Methodik finden auf Civey.com und im Civey-Whitepaper.

Wenn Sie an der Civey-Umfrage zur Zeitumstellung teilnehmen möchten, ist das weiterhin möglich.

Jedes Jahr entbrennt die Diskussion über Sinn und Unsinn der Sommerzeit. Warum wurde sie eingeführt? Und hat die Verschiebung überhaupt einen Nutzen? Und wie funktioniert sie technisch?