Mobiles Datenvolumen sparen: Die besten Tipps

Schon zur Monatsmitte ist das mobile Datenvolumen aufgebraucht? Wir zeigen, welche Apps besonders viele Daten verbrauchen, wie Sie im Alltag gegensteuern und woran Sie erkennen, ob ein größerer Tarif sinnvoll ist.
Kieran Werkstudent
 Von Kieran – Lesedauer 3 Min.



Darauf sollten Sie achten ...

Schon zur Monatsmitte ist das mobile Datenvolumen aufgebraucht? Wir zeigen, welche Apps besonders viele Daten verbrauchen, wie Sie im Alltag gegensteuern und woran Sie erkennen, ob ein größerer Tarif sinnvoll ist.

Warum ist Ihr Datenvolumen so schnell aufgebraucht?

Das Datenvolumen bezeichnet die Menge an mobilen Daten, die Ihr Smartphone pro Monat über das Mobilfunknetz senden und empfangen darf, also außerhalb von WLAN-Verbindungen. Wenn dieses Limit erreicht ist, drosseln die meisten Anbieter die Geschwindigkeit spürbar oder es entstehen zusätzliche Kosten.

Der Verbrauch summiert sich dabei schneller, als viele Nutzer erwarten. In sozialen Netzwerken starten Videos häufig automatisch in hoher Qualität, sobald der Beitrag im Feed erscheint. Auch App-Updates oder Foto-Backups laufen oft unbemerkt im Hintergrund mit. Bereits eine Stunde Videostreaming in guter Auflösung kann mehrere Gigabyte verbrauchen, deutlich mehr als eine Stunde Musik hören oder Surfen im Netz.

Diese Apps verbrauchen besonders viel mobiles Datenvolumen

Einige Anwendungen fallen beim Datenverbrauch klar auf:

  • Video-Streaming (YouTube, Netflix, TikTok): die wohl größten Verbraucher, vor allem bei hoher Auflösung.
  • Soziale Netzwerke: Instagram, Facebook und TikTok laden Bilder und Videos im Feed automatisch nach, oft ohne aktives Zutun.
  • Cloud-Dienste: automatische Backups von Fotos und Dokumenten laufen häufig auch unterwegs weiter.
  • Videotelefonie: Anrufe über WhatsApp, FaceTime oder Zoom verbrauchen bei längerer Dauer merklich viel Volumen.

So sparen Sie Datenvolumen im Alltag

Mit wenigen Anpassungen reicht das Datenvolumen deutlich länger:

  • WLAN nutzen: Verbinden Sie Ihr Smartphone, wann immer möglich, mit einem WLAN-Netzwerk, etwa zu Hause oder im Büro. Seien Sie jedoch vorsichtig bei gefälschten Hotspots von Cyberkriminellen!
  • Streamingqualität reduzieren: Stellen Sie die Qualität bei Video- und Musik-Apps manuell herunter, das spart am meisten.
  • Offline-Funktionen nutzen: Laden Sie Playlists, Podcasts oder Serien im WLAN herunter, statt sie unterwegs zu streamen.
  • Datensparmodus aktivieren: Android und iPhone bieten eine Funktion, die den Datenverbrauch von Apps im Hintergrund automatisch begrenzt.
  • Automatische Downloads einschränken: Deaktivieren Sie in Messenger-Apps das automatische Herunterladen von Fotos und Videos über Mobilfunk.
  • Updates nur im WLAN zulassen: Legen Sie in den App-Store-Einstellungen fest, dass Updates ausschließlich über WLAN geladen werden.

So prüfen Sie, welche Apps das meiste Datenvolumen verbrauchen

Bei Android finden Sie die Übersicht unter "Einstellungen", dann "Netzwerk & Internet" oder "Verbindungen" und "Datennutzung" oder "Datenverbrauch". Dort sehen Sie, welche App wie viele mobile Daten im aktuellen Zeitraum verbraucht hat.

Beim iPhone öffnen Sie in den Einstellungen "Mobilfunk" und scrollen etwas nach unten. In beiden Übersichten lässt sich einzelnen Apps der mobile Datenzugriff direkt entziehen, ohne sie zu deinstallieren.

In den Einstellungen eines iPhones zeigt die Übersicht „Mobile Datennutzung“ eine Übersicht aller Apps und deren jeweiligen Verbrauch.
Hier bei iOS sehen Sie ganz genau, welche Apps besonders viel Datenvolumen verbrauchen.

Datenvolumen im Ausland: Was zusätzlich zu beachten ist

Innerhalb der EU gilt für die meisten Tarife das reguläre Datenvolumen auch im EU-Ausland, ohne zusätzliche Kosten. "Roam-Like-At-Home" nennt sich dieses Prinzip.

Außerhalb der EU sieht das anders aus: Hier greifen oft spezielle Roaming-Tarife mit deutlich höheren Preisen pro Megabyte. Prüfen Sie deshalb vor einer Reise außerhalb der EU die Roaming-Bedingungen Ihres Anbieters und deaktivieren Sie mobile Daten notfalls manuell, noch bevor Sie das Zielland erreichen. Eine lokale SIM-Karte oder ein WLAN-Hotspot vor Ort ist oft die günstigere Alternative.

Weitere Tipps zum Thema "Online im Urlaub" finden Sie in unserem Artikel.

Wann lohnt sich ein Tarif mit mehr Datenvolumen?

Ein bewusster Umgang mit mobilen Daten ist in den meisten Fällen bereits ausreichend. Reicht das Volumen aber Monat für Monat schon vor Ende des Abrechnungszeitraums nicht mehr aus, lohnt sich ein Blick auf den bestehenden Tarif.

Häufig steckt dahinter kein einzelner Fehler, sondern ein veränderter Alltag, etwa durch mobiles Arbeiten oder häufiges Streaming unterwegs. In solchen Fällen ist ein Tarif mit größerem Datenvolumen meist die sinnvollere Lösung als dauerhaftes Einsparen.

Dieser Artikel erschien erstmalig am 17.07.2017 und wurde am 24.08.2026 überarbeitet.

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