Vorsicht vor falschen Updates: So schützen Sie Ihre Geräte
Darauf sollten Sie achten ...
✓ Gefälschtes Update? Diese Hinweise sind verdächtig
✓ Ein Update steht bereit – aber stammt es wirklich vom Hersteller?
✓ Auf eine falsche Update-Warnung hereingefallen? Das hilft jetzt
✓ So gehen Sie betrügerischen Downloads aus dem Weg
✓ Wichtig: Bitte regelmäßig Updates durchführen
✓ FAQ: Häufige Fragen zu falschen Software-Updates
Keine Frage: Regelmäßige Updates vom Betriebssystem, Browser und installierten Apps sind essentiell für die Sicherheit Ihres PC, Smartphones oder Tablets. Dennoch gibt es neben den echten, seriösen Software-Updates leider auch böse Wiedergänger in Form gefälschter Updates. Hier erklären wir, wie Sie diese erkennen, echte Aktualisierungen überprüfen und im Verdachtsfall richtig handeln.
Was steckt hinter betrügerischen Update-Aufforderungen?
Gibt es gefälschte Softwareupdates? Leider ja. Betrüger imitieren dafür echte Aktualisierungshinweise von Betriebssystemen, Browsern oder anderen Programmen.
Solche Fake-Updates erscheinen beispielsweise als Pop-up auf einer Webseite, in einer Werbeanzeige oder als Aufforderung per E-Mail.
Gefälschtes Update? Diese Hinweise sind verdächtig
Nicht jede Update-Meldung ist echt. Bei den folgenden Anzeichen sollten Sie besonders vorsichtig sein:
Plötzliche Warnmeldungen: Eine Webseite fordert Sie unvermittelt auf, Windows oder Ihren Browser zu aktualisieren.
Künstlicher Zeitdruck: Ein Countdown oder dramatische Hinweise auf angebliche Sicherheitsprobleme drängen Sie zum Handeln.
Unbekannte Download-Quellen: Die Aktualisierung soll über einen fremden Link statt über die offizielle Update-Funktion erfolgen.
Verdächtige Dateien: Sie sollen beispielsweise eine EXE-, ZIP- oder APK-Datei von einer unbekannten Webseite herunterladen.
Ein Update steht bereit – aber stammt es wirklich vom Hersteller?
Was Sie wissen sollten: Auch professionell gestaltete Meldungen können gefälscht sein. Verlassen Sie sich deshalb nicht allein auf das Aussehen. Was eigentlich zählt, ist immer die Quelle der Update-Meldung – und diese ist bei Updates die Anwendung selbst: Ihr Browser, Ihre App, Ihr Betriebssystem.
Ob ein Software-Update echt und seriös ist, überprüfen Sie also am besten immer in den offiziellen Einstellungen Ihres Geräts oder Programms. Dazu müssen Sie keine Links aus plötzlich aufpoppenden verdächtigen Nachrichten öffnen. Und auch keine Links aus E-Mails oder SMS.
Wo finde ich verfügbare Aktualisierungen?
Je nach Gerät finden Sie Aktualisierungen über die folgenden Wege:
- Windows: Einstellungen > Windows Update > Nach Updates suchen
- Mac: Systemeinstellungen > Allgemein > Softwareupdate
- Android: Einstellungen > System > Softwareupdate; Aktualisierungen für Ihre Apps finden Sie über den Google Play Store
- iPhone: Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate; App-Updates finden Sie über den App Store
Browser und andere Programme verfügen häufig über eine eigene Update-Funktion. Bei Google Chrome finden Sie diese beispielsweise unter Hilfe > Über Google Chrome.
Auf eine falsche Update-Warnung hereingefallen? Das hilft jetzt
Sie haben ein verdächtiges Update entdeckt? Klicken Sie nicht auf den angebotenen Download und schließen Sie die betreffende Webseite.
Haben Sie bereits eine Datei heruntergeladen, öffnen Sie diese nicht, sondern löschen Sie sie.
Falls Sie das angebliche Update installiert haben, sollten Sie weitere Schritte einleiten:
- Gerät überprüfen: Führen Sie einen vollständigen Scan mit aktueller Sicherheitssoftware durch, beispielsweise Microsoft Defender.
- Verdächtige Programme entfernen: Kontrollieren Sie installierte Anwendungen und Browser-Erweiterungen.
- Internetverbindung trennen: Besteht ein konkreter Infektionsverdacht, trennen Sie das Gerät vorübergehend vom Internet.
- Passwörter absichern: Falls Sie Zugangsdaten eingegeben haben, ändern Sie diese über ein anderes, vertrauenswürdiges Gerät.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel zu Malware.
So gehen Sie betrügerischen Downloads aus dem Weg
Die wichtigste Regel lautet: Installieren Sie Updates ausschließlich über vertrauenswürdige Quellen.
Halten Sie Betriebssystem, Browser und Virenschutz aktuell. Laden Sie Apps möglichst nur aus offiziellen App-Stores oder direkt vom Hersteller herunter – hier finden Sie mehr zum Thema (un-)sichere Apps.
Seien Sie außerdem vorsichtig bei Werbeanzeigen, die angeblich dringende Aktualisierungen anbieten. Selbst auf seriösen Webseiten können manipulierte Anzeigen auftauchen.
Wichtig: Bitte regelmäßig Updates durchführen
Da Sie nun wissen, wie Sie Updates am besten sicher durchführen: Aktualisieren Sie regelmäßig Ihre Geräte und Programme, denn veraltete Software ist eines der häufigsten Einfallstore für Angreifer.
FAQ: Häufige Fragen zu falschen Software-Updates
1. Gibt es Windows Fake Updates?Ja. Kriminelle können Update-Hinweise nachahmen, die wie echte Windows-Meldungen aussehen. Auch gefälschte Windows Updates werden genutzt, um Nutzer zum Herunterladen schädlicher Dateien zu verleiten. Prüfen Sie Windows-Aktualisierungen deshalb immer direkt über die Systemeinstellungen.
2. Wie können Kriminelle falsche Update-Meldungen einspielen?
Betrüger verbreiten gefälschte Hinweise beispielsweise über manipulierte Webseiten, Pop-ups oder schädliche Werbeanzeigen. Bei diesem sogenannten Malvertising können betrügerische Anzeigen auch auf seriösen Internetseiten erscheinen, ohne dass diese gehackt wurden. Teilweise werden Nutzer automatisch auf Seiten mit falschen Update-Warnungen weitergeleitet.
3. Sind Update-Aufforderungen per E-Mail vertrauenswürdig?
Nicht unbedingt. Betrüger verschicken E-Mails, die angeblich auf eine veraltete Software oder Sicherheitslücke hinweisen. Öffnen Sie keine verdächtigen Anhänge oder Download-Links. Prüfen Sie stattdessen direkt im jeweiligen Programm, ob ein Update verfügbar ist.
4. Bedeutet ein installiertes Fake-Update automatisch eine Infektion?
Nein. Nicht jedes gefälschte Update installiert tatsächlich Schadsoftware. Dennoch sollten Sie das Gerät auf Malware überprüfen und verdächtige Anwendungen entfernen. Im Zweifel ist eine weitergehende Sicherheitsprüfung sinnvoll.
Dieser Artikel erschien erstmalig am 01.01.2017 und wurde am 30.10.2026 überarbeitet.
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