So erkennen Sie Spam

Spam-Bekämpfung ist ein Thema, das jeden Besitzer eines E-Mail-Accounts betrifft. Nur wenn Sie die hinterlistigen Methoden der Spammer kennen, sind Sie in der Lage, die unverlangten, unliebsamen E-Mails zu erkennen. Deshalb stellen wir Ihnen in diesem Tipp die gängigsten Merkmale gefälschter Nachrichten vor.

1. Kennen Sie den Absender einer E-Mail wirklich?

Schon bevor Sie eine E-Mail überhaupt erst öffnen, können Sie ggf. Spam erkennen. Im Posteingang Ihres Postfachs werden Ihnen der Absender und der Betreff einer E-Mail angezeigt. Fahren Sie mit der Maus über eine E-Mail, ohne Sie anzuklicken, wird Ihnen sogar die exakte E-Mail-Adresse des Absenders angezeigt. Ist Ihnen der Absender unbekannt, könnte es sich möglicherweise um Spam handeln.

Spam ist aber nicht ausschließlich am Absender erkennbar:
  • Spammer können den Absender einer E-Mail fälschen und sich so auch für „PayPal“, „Microsoft“ oder andere namhafte Firmen ausgeben.
  • Zum Spamming werden manchmal auch gehackte E-Mail-Accounts von Privatpersonen verwendet.

2. Ist der Betreff der E-Mail typisch für den Absender?

Ist Spam nicht anhand des Absenders erkennbar, kann auch der Betreff preisgeben, dass es sich um Spam handelt. Verräterisch sind diese Themen:
  • Erkannte und sofort zu lösende Probleme mit Ihrem Account bei bekannten Online-Shops oder Zahlungsdiensten.
  • Gesundheitliche Versprechungen wie Diät-Tricks oder geheimnisvolle Wunderpillen.
  • Informationstechnische Themen wie ironischerweise die Bewerbung von Möglichkeiten, Spam loszuwerden.
  • Versprechungen von Schuldentilgung oder ähnlichen finanziellen Themen.
  • Interessierte Singles aus dem Ausland, entfernteste Verwandte von denen Sie noch nie etwas gehört haben oder ähnlich fremde Leute.
  • Pornografische Inhalte oder die Bewerbung von Potenzsteigerungsmitteln.

Moderner Spam verwendet aber aus diesem Grund auch Betreffzeilen, die nicht so leicht zu erkennen sind.

3. Enthält die E-Mail drängende Handlungsaufforderungen?

Die Absicht von Spam ist immer, dass Sie einen Link anklicken, einen Anhang herunterladen und öffnen oder mit persönlichen Informationen herausrücken. Dazu wird Spam Ihnen Produkte aufdrängen, die Sie unbedingt kaufen müssen oder Sie dazu nötigen, eine verlinkte Eingabemaske auszufüllen.

Die Faustregel ist also: Ist eine Spam-E-Mail äußerlich nicht von einem Original zu unterscheiden, erkennen Sie diese an Aufforderungen, einen Anhang oder einen Link anzuklicken oder Ihre persönlichen Informationen einzugeben.

Ein Beispiel hierfür wäre:

„Sehr geehrter Nutzer,
wir haben ein Sicherheitsrisiko in Ihrem Account entdeckt.
Bitte bestätigten Sie deshalb jetzt unter folgendem Link Ihre Login-Informationen!

*Link*

Mit freundlichen Grüßen
das Service-Team“

Folgen Sie solchen oder ähnlichen Anweisungen auf gar keinen Fall, sondern wenden Sie sich im Zweifelsfall immer direkt an die jeweilige Firma! Geben Sie dazu selbst die Internetseite der Firma in den Browser ein und folgen Sie keinen Links aus der vermutlichen Spam-Mail.

So trainieren Sie Ihren Spam-Filter.

Anlässlich des Safer Internet Days am 07.02.2017 erfahren Sie in unserem Newsroom alles über das Spam-Aufkommen 2016.

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