Spam erkennen und bei WEB.DE melden

Spammer lassen nicht locker: Sie wollen ihre lästigen und oft auch gefährlichen Mails in Ihr Postfach schleusen. Damit Sie sich als Nutzer besser schützen können, finden Sie hier eine Liste an Spam-Merkmalen.
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste: Auch in Bezug auf Spam-Mails. Denn diese E-Mails transportieren oft nicht nur Werbemüll und unmoralische oder unseriöse Werbeangebote – sondern gerne auch mal gefährliche Inhalte.

Angefangen bei Phishing-Attacken, bei denen Hacker versuchen, an Ihre Login-Daten oder ähnliche sensible Daten zu gelangen. Aber auch echte Schadsoftware kann sich in Spam-Mails verbergen.

Damit Sie nicht einer dieser illegalen Mails auf den Leim gehen, zeigen wir Ihnen hier eine Liste von Merkmalen, anhand derer Sie Spam enttarnen können:

Auffälligkeiten beim Absender

  • Der Absender kommt Ihnen komisch vor, Sie kennen ihn gar nicht.
  • Der Absender scheint Ihnen zwar bekannt, aber Sie hatten keine Mail von ihm erwartet bzw. nichts bestellt etc. Achtung: Hier täuscht jemand via Spoofing die Identität eines Ihnen bekannten Kontakts vor.
  • Der Absendername und die E-Mail-Adresse stimmen nicht überein. Beim Mouseover (Bewegen der Maus) über den Absender können Sie die Adresse sehen: Diese ist häufig sehr kryptisch und eher ein Zahlen- und Buchstaben-Mix.
  • Bizarr und selten – dennoch kommt es hin und wieder vor: Beim Absendernamen steht Ihr Name! Leider gibt es hierfür kein Gegenmittel. Hier gilt: bloß nicht zurückschreiben! Sonst sieht der Spammer, dass die von ihm "angespammte" Adresse aktiv genutzt wird – und nervt Sie vielleicht umso mehr.

Auffälligkeiten beim Betreff

  • Meist fehlerhaft und unseriös. 
  • Klingt nach einer schlechten Übersetzung.
  • Häufig geht es um Medizinprodukte mit scheinbarer Wunderwirkung – aktuell auch angeblich hochwirksame Heilkräuter gegen Corona!
  • Auch Probleme mit Ihrem Computer/mobilen Gerät sind Thema.
  • Viren-Warnungen oder Sicherheits-Updates stehen angeblich an.
  • Kredite und andere finanzielle Themen sind ebenfalls populär.
  • Sie werden von wildfremden Personen – z. B. Singles aus dem Ausland – kontaktiert. Hier gilt: Vorsicht vor modernem Heiratsschwindel, dem sogenannten "Romance Scamming".
  • Pornografische Inhalte und im selben Zug die Werbung für Potenzsteigerungsmittel.
  • Betreffs wie "Guck mal, wo Du verlinkt wurdest" sind mitunter auch mit Vorsicht zu genießen: Denn es kann auch passieren, dass Sie nichtsahnend eine E-Mail von einem Freund bekommen, dessen Konto gehackt wurde. Meist enthält solch eine Mail dann auch einen entsprechenden Link (in sehr kryptischer Form).

Auffälligkeiten beim Inhalt

Entsprechend des jeweiligen Betreffs finden Sie in den E-Mails natürlich die passenden Inhalte, Botschaften, Aufforderungen. Meist auch in entsprechend schlechter sprachlicher Qualität, mit vielen Fehlern. Doch Sie alle haben das eine Ziel: Sie als Nutzer in irgendeiner Form übers Ohr zu hauen.

Schauen Sie also beim geringsten Zweifel, ob:
 
  • …die E-Mail fehlerhaft ist oder nach einer schlechten Übersetzung klingt. Spam-Mails stammen zu einem großen Teil aus dem Ausland.
  •  …Sie zu einer Handlung gedrängt werden. Z. B. zu einer überfälligen Strafzahlung, die Sie angeblich sofort tätigen sollen.
  • …die E-Mail vermeintlich dringende Sicherheitsinformationen, Viren-Warnungen oder Sicherheits-Updates beinhaltet, die Sie durchführen sollen. Der  Anbieter Ihres Antiviren-Programms (Sie haben hoffentlich eins – wenn nicht, finden Sie hier eine Übersicht zu kostenfreien Virenscannern) sendet Ihnen keine Mails für irgendwelche Aktualisierungen mit Links! Das Programm informiert Sie direkt auf Ihrem Computer, falls Sie tätig werden müssen. Bzw. es führt alle notwendigen Updates selbst durch.
  • …die E-Mail selbst einfach komisch klingt, nicht zum angeblichen Absender passt.
  • …Sie in der E-Mail aufgefordert werden, persönliche Login-Daten über einen Link zu bestätigen. Ihre Hausbank oder Ihre Online-Dienste verschicken normalerweise keine E-Mails mit der Aufforderung, etwas in einer E-Mail "unbedingt" anzuklicken und persönliche Informationen preiszugeben ("Folgen Sie jetzt diesem Link, um Ihre Login-Informationen zu bestätigen."). Hierbei handelt es sich wie bereits erwähnt um einen Phishing-Versuch.
"Was mache ich mit Spam-Mails?"

Sollte es trotz des guten WEB.DE Spamschutzes doch eine Spam-Mail in Ihren Posteingang schaffen, klicken Sie darin bitte niemals auf einen Link oder Anhang. Und verschieben Sie die Mail unbedingt in den Spam-Ordner, keinesfalls sollten Sie sie löschen! Durch das Verschieben werden die Spamfilter trainiert und die Spamerkennung weiter verbessert.

"Kann ich Spam-Mails bei WEB.DE melden?"

Wenn Sie Spam in den Spam-Ordner verschieben, ist dies bereits der erste wichtige Schritt. Wenn Sie dann noch die "Verbesserte Spam-Erkennung" aktivieren, "melden" Sie uns Spam-Mails damit auf ganz bequeme Weise. Wir können die unliebsame Post dann analysieren und weitere Spam-Mails mit ähnlichen Merkmalen besser klassifizieren.

Vorbeugende Maßnahmen

Um sich außerdem gut gegen Spam zu wappnen, sollten Sie Folgendes beachten:
 
  • Lassen Sie die WEB.DE Spamfilter in Ihren Postfacheinstellungen aktiviert.
  • Seien Sie sparsam mit der Herausgabe Ihrer E-Mail-Adresse. Je weniger Sie sie verteilen (Gewinnspiele, Gutscheine, öffentlichen Chats oder Foren etc.), desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Adresse in falsche Hände gerät.
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