Mit einem Plus von 19,1 Prozent und 213.553 neu zugelassenen Autos startet der deutsche Automarkt schwungvoll ins neue Jahr. Der Schwung zieht sich auch in zahlreiche Segmente, wo es auf den Spitzenplätzen reichlich Bewegung zu verzeichnen gibt. Wie im Dezember werden auch im Januar gleich vier Segmente von neuen Siegern angeführt.

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Up ist quasi raus, Polo stark unterwegs

Bei den Kleinwagen kann der VW Polo seine Scharte aus dem Dezember nachdrücklich auswetzen. Der kleine Volkswagen schiebt sich deutlich am Vormonatssieger Opel Corsa vorbei zurück auf Platz eins. Der Mini, der im Vormonat ebenfalls am Polo vorbeiziehen konnte, verliert seinen Podestplatz gar. Er musste dem Polo-Bruder Skoda Fabia weichen.

Eine Klasse darunter bei den Minis hat VW allerdings ausgespielt. Mit dem Abschied des Up ist für die Niedersachsen hier nichts mehr zu holen. Vorn bleibt weiter der Fiat 500. Dahinter platzieren sich neu der Toyota Aygo sowie der Hyundai i10, die eben den VW Up und den Dacia Spring vom Treppchen verdrängen.

Immer stärker in Szene setzen kann sich der wiedererstarkte VW Golf. Mit fast 10.000 Neuzulassungen dominiert der seine Klasse fasst wie zu seinen besten Zeiten. Stärkster Verfolger ist der Konzernbruder Skoda Octavia, der den Audi A3 vom Podest verdrängt. Weiter stark unterwegs ist der Opel Astra, das die dritte Treppenstufe verteidigen kann.

Das zweite VW-Comeback sieht die Mittelklasse. Hier schiebt sich mal wieder der VW Passat an die Spitze, nachdem er sich im Vormonat dem BMW 4er geschlagen geben musste. Von letzterem ist im Januar nichts mehr zu sehen. Die Plätze hinter dem Passat nehmen fast schon wie gewohnt der BMW 3er und die Mercedes C-Klasse ein.

Bekannte Ansichten bietet auch die Obere Mittelklasse. Hier balgen sich regelmäßig Mercedes E-Klasse, BMW 5er und Audi A6 um die Treppchenplätze. Im Januar hat erneut die E-Klasse – allerdings mit deutlichem Vorsprung – die Nase vorn. Die Rangfolge dahinter hat sich zum Vormonat umgedreht. Im Januar hat der 5er die Nase vor dem A6.

Porsche rockt die Oberklasse

Extrem porschig gibt sich zum Jahresstart die Oberklasse, auch wenn die Mercedes S-Klasse den Taycan an der Spitze ablösen konnte. Der Elektro-Luxusliner musste sich zudem seinem Markenbruder Panamera unterwerfen, der vermutlich vom Schwung der Markteinführung profitieren konnte. Der Rückkampf ist aber bereits angekündigt, steht doch der Markstart der Faceliftversion des Taycan kurz bevor.

Geht es bei deutschen Kunden um SUV, so geht es in erster Linie um den VW T-Roc, der auch im Januar wieder die entsprechende Hitliste souverän anführt. Das Verfolgerfeld hat sich allerdings neu sortiert. Statt BMW X1 und VW ID.4/ID.5 stehen nun Skoda Karoq und Opel Grandland auf dem Podest. Ruhigeres Fahrwasser herrscht bei den Geländewagen. Vorn bleibt unbeirrt der VW Tiguan, erster Verfolger der BMW X3. Den kurzen Höhenflug des Volvo XC60 beendet die Rückkehr des Audi Q3 auf das Treppchen.

Elfer mit Nachbrenner

Dass der Porsche 911 der Deutschen liebster Sportwagen ist, ist hinlänglich bekannt und wird Monat für Monat mit seinem Spitzenplatz im Segment dokumentiert. Aber so souverän, wie im Januar hat man den Zuffenhausener schon lange nicht mehr gesehen. Vielleicht liegt es aber nur an der schwachen oder wegbrechenden Konkurrenz. Der Audi TT wurde eingestellt, große Taten sind hier nicht mehr zu erwarten. Gleiches gilt für das E-Klasse Coupé. Im Gegenzug eröffnen sich Chancen für andere Wettbewerber. Toyota war bereits im Dezember stark mit dem GR86 unterwegs und steigt im Januar sogar auf Rang zwei empor. Das schafft auf dem Podest Platz für einen Neuankömmling: Willkommen Porsche Boxster.

Mit einer schwächelnden Mercedes B-Klasse neben sich, mausert sich der Peugeot 3008 zum absoluten Überflieger bei den Mini-Vans. Und weil Renault den Scénic eingestellt hat, reicht es dem Kia Soul auch mit bescheidenen Zahlen zu einem Podestplatz.

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Knapp geht es dagegen bei den Großraumvans zu. Im Januar hat der VW Touran mal wieder die Nase vorn und holt sich den Spitzenplatz von der Mercedes V-Klasse, die sich wiederum knapp vor dem Dacia Jogger halten kann. In den verbliebenen zwei Segmenten Utilities und Wohnmobile dupliziert der Januar lediglich die Dezember-Ergebnisse.  © auto motor und sport

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