Wer Deutschland und Europa bereist, kommt mit seiner Girocard in der Regel locker aus. Sobald eine Fernreise ansteht, wird die Frage nach der besten Kreditkarte zum wichtigen Teil der Reisevorbereitungen. Damit kommen Reisende auf anderen Kontinenten an Bargeld, buchen Hotels, Flüge und Mietwagen oder bezahlen in Geschäften. Die meisten Urlauber wünschen sich Kreditkarten, die sie unterwegs kostenlos benutzen können, weil die Bank keine Auslandsgebühren erhebt.

Ohne Kreditkarte ist es Touristen im außereuropäischen Ausland nahezu unmöglich, günstig Geld abzuheben. Wer seine Girocard in Asien oder Amerika in den Geldautomaten steckt, muss mit horrenden Gebühren rechnen, zum Beispiel zehn Euro bei der DKB plus 1 % vom verfügten Betrag. Das ist im Notfall vertretbar, fürs häufige Abheben einfach zu teuer. Einige Kreditinstitute sperren ihre EC-Karten für den Einsatz außerhalb der EU komplett.

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JahresgebührGebühren fürs Geldabheben am Automaten außerhalb EU/EWREntgelt für Bezahlen im AuslandGirokonto?Erstattung FremdgebührenSollzinsAutomatischer Ausgleich
Santander 1plus Visa Card0 €0 €0 €NeinJa13,98 %Nein
DKB-Visa-Card0 €0 € (Aktivkunden)
sonst: 1,75 % vom Umsatz
0 € (Aktivkunden)
sonst: 1,75 % vom Umsatz
JaNein6,9 % (Aktivkunden)
sonst: 7,5 %
Ja
Comdirect Visa-Karte0 €0 €1,75 % vom UmsatzJaNeinOptional, 6,9 % (Rückzahlung mit fixer Gebühr möglich)Ja
Barclaycard Visa0 €0 €0 €NeinNein16,99 %Ja, bis 50 €
Norisbank MasterCard0 €0 €1,75 %JaNein10,85 %Ja
Norisbank MasterCard direkt (Debit) ohne Schufa12 €0 € (an Automaten von Kooperationspartnern)1,75 % min. 1,50 €JaNein-Ja
Gebührenfrei MasterCard Gold0 €0 €, aber Sollzinsen ab Transaktionstag0 €NeinNein19,44 %Nein
Revolut Prepaid MasterCard Standard0 €0 € bis 200 €, dann 2 %0 € bis 6.000 €/Monat, dann 0,5 %JaNein-Ja
Curve Blue MasterCard0 €Bis 200 £ kostenlos, dann 2 % oder 2 £ (es gilt der höhere Betrag)bis 500 £, dann 2 %NeinNein--

Unser Favorit auf Auslandsreisen ist die Barclaycard:

  • Keine Jahresgebühren
  • Weltweit kostenlos Geld abheben und bezahlen
  • Dank VISA 46 Millionen Akzeptanzstellen überall auf der Welt
  • Ohne Girokonto
  • Kann im Guthaben geführt werden
  • Einfaches Antragsverfahren mit VideoIdent

Was kann die ideale Reisekreditkarte?

Touristen und Backpacker wollen ihr Geld in schöne Urlaubserlebnisse investieren, nicht in Bankgebühren. Die beste Kreditkarte zum Reisen verursacht kaum Kosten und darüber hinaus die folgenden Eigenschaften:

Keine Jahresgebühr

Für eine Kreditkarte, die kostenlos ist, erhebt die Bank keine jährliche Grundgebühr. Ihr Besitzer muss dauerhaft nichts dafür bezahlen. Egal, ob er die Kreditkarte im Ausland nutzt oder sie in der Schublade verstaubt. Einige Anbieter berechnen erst im zweiten Jahr Gebühren, andere befreien ihre Kunden ab einem bestimmten Umsatz davon. Hier ist es beim Kreditkartenvergleich wichtig, genau hinzugucken.

Tipp: Urlauber, die eine Premium-Kreditkarte mit Auslandskrankenversicherung oder anderen Extras wollen, halten nach Visa- oder Mastercards Ausschau, für die im ersten Jahr keine Gebühr anfällt. Eine gute Option für alle, die Geld sparen und die Vorteile einer hochwertigen Kreditkarte genießen wollen.

Niedriges Entgelt für Auslandseinsatz

Die passende Kreditkarte für internationale Reiseziele erlaubt gebührenfreies Geldabheben an Automaten im Ausland und erhebt keine Fremdwährungsgebühr. Es fallen keine Gebühren an, wenn der Inhaber damit weltweit in Geschäften oder Onlineshops bezahlt.

Wichtig: In einigen Ländern, darunter Thailand, Mexiko und die USA, erheben die Betreiber der Geldautomaten eine sogenannte Fremdnutzungsgebühr. Die beträgt bis zu sechs Euro pro Transaktion. Reisende informieren sich vor dem Urlaub rechtzeitig, ob eine solche Gebühr im Zielland üblich ist. Da das Kreditinstitut auf deren Höhe keinen Einfluss hat, muss sie der Kunde tragen. Eine Ausnahme stellt die Santander Consumer Bank dar, die Inhabern der 1plus Visa Card die entstandenen Kosten auf Antrag erstattet.

Wer eine andere Kreditkarte im Ausland benutzt, kann mit folgenden Strategien die teuren Gebühren minimieren:

  • Wann immer möglich mit Kreditkarte zahlen, um seltener Bargeld abheben zu müssen.
  • Beim Geldabheben viele kleine Summen vermeiden. Lieber einmal einen großen Batzen abheben, der möglichst lange reicht.
  • Keine Geldautomaten mit Abhebelimit nutzen. Falls es keine Alternative gibt: nach ATM mit hohem Limit suchen.
  • Kostenlose Kreditkarten ohne Gebühr fürs Geldabheben oder Fremdwährung verwenden.

Reisetaugliches TAN-Verfahren und 3D-Secure

Ob es darum geht, das Guthaben aufzustocken oder übrig gebliebenes Geld zu überweisen: Für jede Transaktion im Onlinebanking wird eine Transaktionsnummer (TAN) gebraucht. Das ist ein willkürlicher, einmalig verwendbarer Code, der die Zahlung freigibt. Früher erhielten Bankkunden Papierlisten mit 100 Nummern darauf. Da diese mittlerweile als zu unsicher gelten, stehen nun folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • pushTAN: Der Code erscheint in einer passwortgeschützten App.
  • smsTAN: Die Bank schickt dem Kunden die TAN per SMS. Meistens ist dieses Verfahren ausschließlich mit deutschen Mobilfunknummern möglich. Für Langzeitreisende, die sich vor Ort lokale SIM-Karten besorgen, ist diese Methode ungeeignet.
  • chipTAN-Generator: Ein kleines Gerät erstellt vor jeder Transaktion eine TAN. Passt in jeden Rucksack, kann aber verloren gehen. Außerdem wird eine Girocard benötigt.
  • photoTAN: Vor dem Abschicken der Überweisung erscheint auf dem Computerbildschirm eine Art QR-Code. Der Kunde scannt das Bild mit dem Smartphone oder einem speziellen Lesegerät und erhält dadurch die TAN.

Wird die Kreditkarte online zum Bezahlen von Flugtickets und anderen Dingen verwendet, schützen 3D-Secure-Verfahren wie Verified by Visa oder MasterCard Identity Check den Inhaber vor Kreditkartenbetrug. Diese laufen manchmal im Hintergrund ab. In bestimmten Onlineshops oder bei hohen Rechnungsbeträgen muss der Nutzer die Zahlung von einem Mobilgerät aus freigeben, um seine Identität zu beweisen.

Wie genau das Sicherheitsverfahren abläuft, hängt von der Bank ab. Rechtzeitig vor dem Abflug sollten sich die Urlauber darüber informieren, welche Authentifizierungsverfahren ihr Geldinstitut nutzt. Mitunter erfordert die Anmeldung eine Testüberweisung und nimmt einige Tage in Anspruch.

Bequemer Ausgleich

Im Urlaub hat der Alltag Pause. Traumhaft das Gefühl, nicht zu wissen, welcher Wochentag heute ist. Doch das Hochgefühl verpufft, wenn über all dem Holidayfeeling die Kreditkartenabrechnung in Vergessenheit gerät und teure Sollzinsen anfallen.

Praktisch sind Kreditkarten, bei denen die Bank den Betrag automatisch vom angeschlossenen Girokonto abbucht. Wer noch mehr Kontrolle haben will, lädt Guthaben darauf, wie bei einer Prepaid-Kreditkarte.

Nutzern der Santander 1plus Visa Card und der MasterCard Gold Gebührenfrei steht diese Option nicht zur Verfügung. Ihnen bleibt die Möglichkeit, diszipliniert ihren Posteingang auf die E-Mail mit der Kreditkartenrechnung zu überprüfen und den Betrag vor Ablauf der Frist auszugleichen.

Verreisen Jugendliche ins Ausland, nehmen sie eine gebührenfreie Debit Card mit. Damit haben sie volle Kostenkontrolle. Die funktionieren ausschließlich mit gefülltem Girokonto, haben alle Vorteile einer Kreditkarte und sind, abhängig vom Anbieter, ohne Schufa erhältlich. Selbstverständlich eignen sich Debit-Kreditkarten, wie die MasterCard direkt der Norisbank, für alle, die ihre Ausgaben stets im Blick behalten wollen.

Kostenlose Prepaid-Kreditkarten ohne Auslandsgebühren gibt es nicht oder nur gegen hohe Gebühren. Die Revolut MasterCard stellt eine kostenlose und interessante Alternative dar, die auch als virtuelle Online-Kreditkarte nutzbar ist.

Zuverlässiger Kundenservice

Verschluckt der Geldautomat die Kreditkarte oder kommt sie unterwegs abhanden, ist ein rund um die Uhr erreichbarer Support Gold wert. Um teure Telefongebühren zu sparen, lohnt es sich, ein Skypekonto anzumelden und es mit einem kleinen Betrag aufzuladen. Damit können Reisende sogar aus fernen Ländern erstaunlich günstig die Hotline ihrer Bank anrufen. Hauptsache, sie hängen nicht ewig in der Warteschleife und sprechen mit einem freundlichen Mitarbeiter.

Tipps zum Umgang mit der Kreditkarte auf Reisen

Selbst die beste Kreditkarte kann unterwegs verloren gehen. Und Kreditkartenbetrug ist eines der häufigsten Verbrechen weltweit. Mit den folgenden Verhaltensregeln schützen Urlauber sich und ihr Geld vor dem Zugriff Krimineller:

Kreditkarte richtig aufbewahren

Reisende, die mehrere Kreditkarten einpacken, minimieren die Wahrscheinlichkeit, ohne Bargeld dazustehen. Am besten nehmen sie je eine kostenlose Visa-Karte und MasterCard mit. Falls ein System ausfällt, können sie auf das andere zugreifen.

Dass die PIN getrennt von der Kreditkarte aufbewahrt und niemals darauf notiert werden sollte, sollte inzwischen jeder wissen. Ein Tipp: Leute mit schlechtem Gedächtnis speichern die Geheimzahl als Kontakt getarnt im Handy.

Wer mehr als eine kostenlose Visa Card mitnimmt, steckt die Karten in verschiedene Geldbeutel oder lässt eine im Hotelsafe. Das Portemonnaie wird körpernah in einem unauffälligen Brustbeutel transportiert. Unterwegs steckt es im Handgepäck oder Tagesrucksack, keinesfalls in einem unbeaufsichtigten Gepäckstück.

Reisenden in etwas gefährlicheren Gegenden wird gelegentlich empfohlen, einen Fake-Geldbeutel mit sich zu tragen. Darin bewahren sie einen zu verschmerzenden Geldbetrag und abgelaufene Karten zur Tarnung auf. Sollten sie überfallen werden, händigen sie die Börse den Räubern aus. Die halten sie fürs echte Portemonnaie ihres Opfers und geben sich hoffentlich damit zufrieden.

Hinweise zur Nutzung von Geldautomaten

Beim Abheben mit der Visa-Kreditkarte oder einer gebührenfreien MasterCard benutzen Reisende am besten Geldautomaten in geöffneten Banken. Sollte es Schwierigkeiten geben, ist Unterstützung sofort zur Stelle. ATMs in touristischen oder zwielichtigen Gegenden meiden sie besser. Vor allem in den typischen Backpackerstraßen Südostasiens sind manipulierte Maschinen keine Seltenheit.

Vor der Benutzung ist es ratsam, den Automaten auf lose Teile, versteckte Kameras und dergleichen zu untersuchen. Beim Eingeben der PIN schirmt die zweite Hand das Nummernfeld vor neugierigen Blicken ab. Reisende sollten ihre Kreditkartenumsätze von Zeit zu Zeit auf Unregelmäßigkeiten prüfen und im Verdachtsfall sofort die Bank kontaktieren.

Stellt der Automat den Abhebenden vor die Wahl, eine Sofortumrechnung in Euro vorzunehmen (DCC = Dynamic Currency Conversion), sollte er sich immer dagegen entscheiden. DCC bietet sehr schlechte Wechselkurse an. Die Abrechnung in der Ortswährung ist günstiger, weil dann das Kreditkarteninstitut oder die Bank über den Umrechnungskurs entscheidet. Und der fällt oftmals deutlich besser aus als durch DCC.

Wichtig: In einigen Ländern bieten Geldautomaten dem Nutzer die Möglichkeit, mehrere Transaktionen hintereinander durchzuführen, ohne dass eine erneute PIN-Eingabe nötig ist. Dies sollten Urlauber stets vermeiden, weil diese Option das Warnsystem der Bank triggert. Die Karte wird sofort gesperrt.

Druckt der Geldautomat nach erfolgreichem Abheben eine Quittung aus, nehmen Reisende diese mit. Sie dient als Nachweis der Transaktion und enthält Informationen, die Betrüger missbrauchen könnten.

Limit setzen

Die meisten Banken bestimmen einen Betrag, über den der Kunde täglich verfügen kann. Dieses Limit liegt im Ausland meistens niedriger, um im Betrugsfall den Schaden zu begrenzen. Mit der Santander 1plus Visa Card heben Kunden in Deutschland unbegrenzt Geld ab, weltweit erhalten sie damit am Automaten höchstens 300 Euro pro Tag.

Wer sichergehen will, legt ein noch geringeres Limit fest. Je nach Urlaubsort und persönlichem Reisestil sollten 200 Euro pro Tag genügen. Touristen, die mehr brauchen, haben wahrscheinlich keine gebührenfreie MasterCard Gold im Geldbeutel. Ist das Limit zu niedrig, hebt die Bank es auf Antrag an. Der wird genehmigt, wenn der Karteninhaber über einen ausreichenden Geldeingang verfügt.

Kreditkarten-Checkliste vor der Reise

Bevor die Reisenden ihre Koffer packen, überlegen sie, ob sie in Sachen Kreditkarte für den anstehenden Urlaub im Ausland vorbereitet sind:

  • Ist die Kreditkarte kostenlos und außerhalb der EU gebührenfrei verwendbar?
  • Ist die Kreditkarte noch für die Dauer des Urlaubs gültig?
  • Wurde bei exotischen Reisezielen die Bank informiert? (Nicht bei allen Banken nötig, die kostenlose Kreditkarte der DKB braucht fürs Ausland nicht freigeschaltet zu werden)
  • Ist die PIN bekannt?
  • Sind relevante Apps fürs Online Banking oder TAN-Verfahren installiert?
  • Ist die Sperr-Hotline mit internationaler Vorwahl im Handy eingespeichert?
  • Funktioniert die Kreditkarte?

Was tun bei Problemen mit der Kreditkarte unterwegs?

Fern der Heimat ohne Zahlungsmittel dazustehen, versetzt dem schönen Urlaubsgefühl einen Dämpfer. Was können Bankkunden tun, wenn die Kreditkarte Schwierigkeiten macht?

Wenn die Kreditkarte im Ausland nicht funktioniert

Beinah jeder Reisende kennt die Situation: Anstatt das erlösende Sirren der Geldzählautomatik ertönen zu lassen, zeigt der Geldautomat die Nachricht "Ihr Auftrag kann leider nicht ausgeführt werden" an und bricht den Vorgang ab.

Jetzt gilt es, die Nerven zu behalten. Höchstwahrscheinlich liegt das Problem nicht bei der Kreditkarte, sondern der Software des Automaten oder schlicht mangelndem Bargeld darin. Die Urlauber vergewissern sich, dass der ATM tatsächlich das VISA- oder MasterCard-Logo trägt, sie die richtige PIN im Kopf haben und wiederholen den Vorgang. Bleibt der Geldsegen aus, führt ihr Weg zu einer anderen Bank. Wer eine zweite Kreditkarte einstecken hat, versucht, damit an Bargeld zu kommen.

Besteht das Problem weiterhin, lohnt sich ein Anruf beim Kundenservice. Vielleicht wurde die Karte gesperrt oder es gibt sonstige Gründe. Beispielsweise fielen im Oktober 2015 alle Visa-Automaten in Indonesien aus, weil ein Vertrag ausgelaufen war. Schlau waren die Traveller, die eine MasterCard im Gepäck hatten. Solche Extremfälle sind glücklicherweise äußerst selten.

Funktioniert die Karte nicht, ist jedoch weder kaputt noch gesperrt, bleibt den Reisenden der Gang zum Bankschalter, um an Bargeld zu kommen. Hier lohnt sich vorher ein Blick ins Preisverzeichnis. Bei einigen Banken ist der weltweite Bargeldbezug lediglich am Automaten kostenlos. Inhaber der Visa-Card von Comdirect zahlen beim Abheben am Schaler im In- und Ausland 3 % vom Umsatz, mindestens aber 5,90 Euro Gebühren. Blieb dem Reisenden aufgrund einer Ausnahmesituation keine andere Möglichkeit, erstattet die Bank auf Antrag möglicherweise die entstandenen Kosten. Nachfragen lohnt sich.

Karte im Ausland weg – was nun?

Ist die Kreditkarte unterwegs plötzlich unauffindbar, im Automaten geblieben oder wurde sie geklaut, ist der Schreck groß. Tief durchatmen - wer jetzt schnell reagiert, minimiert den Schaden und kann bald seinen Urlaub wieder genießen.

Zuallererst sperren die Touristen die Karte. Entweder über die internationale Hotline +49 116 116 oder per App. Wurde die Visa Card vom Automaten eingezogen, informieren sie umgehend die Mitarbeiter der Bank. Möglicherweise ist das Gerät defekt. Zur Rückgabe der Kreditkarte ist die Vorlage des Passes erforderlich. Beim Diebstahl ist eine Anzeige bei der Polizei nötig.

Alle, die keine gebührenfreie Zweit-Kreditkarte im Gepäck haben, nutzen eine der folgenden Möglichkeiten, um an Geld zu kommen:

  • Freunde oder Familienmitglieder kontaktieren und um Vorschuss per WesternUnion, Postbank oder Moneygram bitten.
  • Einige Banken bieten ihren Kunden bei unverschuldetem Kartenverlust ein Notfallpaket an. Aktivkunden der DKB beanspruchen dies sogar kostenlos. Das umfasst Bargeld und eine Ersatzkarte, die per Kurier geliefert wird und ausschließlich zum Bezahlen nutzbar ist.
  • Wer auf seinem Girokonto noch genug Geld hat, kann sich das mit WesternUnion selbst schicken.

Ganz vorsichtige Reisende verstecken im Handgepäck einen Notgroschen in Euro oder Dollar. Den können sie in so einem Fall in die Landeswährung umtauschen und sind im Nu wieder flüssig.

Welche Kreditkarten verursachen im Ausland die geringsten Gebühren?

Santander 1plus Visa Card

Die Visakarte der Santander Bank ist komplett kostenlos: Keine Jahresgebühren, keine Fremdwährungsgebühren, keine Gebühren für Bargeldbezug oder Bezahlen im Ausland. Außerdem ist sie unabhängig vom Girokonto und die Bank erstattet ihren Kunden sogar die Fremdnutzungsgebühr zurück. Darüber hinaus winkt beim Tanken ein Rabatt von 1 % - und der gilt an allen Tankstellen der Welt. Leider ist diese Kreditkarte schwer zu bekommen. Sie wird bevorzugt an Angestellte mit unbefristetem Arbeitsvertrag ausgegeben. Die Anträge von Selbstständigen oder Studenten werden häufig abgelehnt oder erst nach einigem Hin und Her akzeptiert. Ein zweiter Nachteil verbirgt sich im Ausgleich des Kreditkartenkontos. Die Bank bietet keinen automatischen Bankeinzug an. Standard-Abrechnungsmethode ist die Teilzahlung mit 13,98 % p. a. Sollzinsen. Um die zu umgehen, laden die Kunden vorher Geld auf und nutzen die Visa Card als kostenlose Kreditkarte mit Prepaid-Option. Oder sie überweisen den Betrag rechtzeitig vor Ablauf der Zahlungsfrist.

DKB-Visa-Card

Die Visakarte der DKB ist grundsätzlich gebührenfrei. Ihre kostenfreie Nutzung außerhalb des Euroraums ist Aktivkunden vorbehalten. Diesen Status genießen Neukunden im ersten Jahr und alle, die monatlich einen Geldeingang von mindestens 700 Euro auf das angeschlossene Girokonto verzeichnen. Passivkunden zahlen für alle Einsätze im Ausland 1,75 % vom verfügten Betrag. Es ist möglich, die Karte mit Guthaben aufzuladen und wie eine Prepaid-Kreditkarte zu nutzen. Dafür gibt es zusätzlich einen Guthabenzins von derzeit 0,2 % (Stand: September 2019). Einmal im Monat gleicht die Bank das Konto automatisch aus. Um die Kreditkarte zu bekommen, ist kein Wohnsitz in Deutschland nötig. Wer sie aus dem Ausland beantragt, nutzt das VideoIdent-Verfahren. Darüber hinaus genießen Aktivkunden den Vorteil eines kostenlosen Notfallpakets: Verlieren sie Kreditkarte und Geldbeutel im Ausland, bringt ihnen ein Kurier umsonst eine Ersatzkarte und Bargeld. Die Notfallkarte hat keinen Chip, für Zahlungen und Onlinetransaktionen reicht sie allemal.

Comdirect Visa Card

Mobiles Bezahlen: Neukunden, die innerhalb der ersten drei Monate nach Kontoeröffnung mindestens drei Zahlungen mit Apple oder Google Pay tätigen, erhalten im vierten Monat eine Gutschrift in Höhe von 75 €.

Die Visakarte aus dem Hause Comdirect ist kostenlos und dauerhaft frei von einer Jahresgebühr. Mit ihr heben Kunden in allen Ländern, die eine andere Währung als den Euro haben gebührenfrei Geld ab. Das Bezahlen allerdings kostet außerhalb der Eurozone 1,75 % des Umsatzes. Der Betrag wird automatisch über das dazugehörige Girokonto ausgeglichen. Darüber hinaus bietet Comdirect einen 3-Raten-Service an. Wer den in Anspruch nimmt, zahlt anstelle des Sollzins einen fixen Betrag zwischen 4,90 und 19,90 Euro (abhängig von der Rechnungssumme). Eine etwas günstigere Variante für ungeplante Ausgaben.

Barclaycard Visa

Die Visa-Kreditkarte von Barclays ist ein Leben lang gebührenfrei und ohne Girokonto erhältlich. Reisende beziehen damit weltweit kostenlos Bargeld. Zahlungen im Ausland sind ebenfalls gratis. Wer die Option der Teilzahlung (Sollzins 16,99 % p. a.) nicht nutzen will, kann den Rechnungsbetrag automatisch vom im Onlinebanking hinterlegten Konto einziehen lassen. Das gilt für Beträge bis 50 Euro. Alles darüber muss der Kunde händisch überweisen oder im Onlinebanking den Sofort-Einzug aktivieren. Der Nachteil: Dabei wird nicht der Rechnungsbetrag, sondern der aktuelle Kartensaldo (inklusive jüngerer Ausgaben) ausgeglichen. Der Vorteil des 60-Tage-Zahlungsziels geht verloren. Es besteht außerdem die Option, Guthaben auf das Kreditkartenkonto aufzuladen und die Visa Card als Prepaid-Kreditkarte zu nutzen. Touristen, die ihre Reise über den Reisebüro-Partner von Barclays buchen und mit ihrer Visa Card bezahlen, erhalten einen Cashback von 5 % des Urlaubspreises.

Norisbank MasterCard

Noch bis 30. September 2019: Bei Neueröffnung des Top-Girokontos und dessen aktiver Nutzung bedankt sich die Norisbank mit 100 Euro.

Wer das dauerhaft gebührenfreie Top-Girokonto der Norisbank eröffnet, bekommt auf Wunsch – Bonität und regelmäßige Geldeingänge vorausgesetzt – die ebenfalls kostenlose Mastercard-Kreditkarte dazu. Damit ziehen Kunden im Ausland Geld aus dem Automaten. Tätigen sie Zahlungen in einem Land, das weder zur EU noch zum EWR gehört, wird ein Entgelt von 1,75 % des getätigten Umsatzes fällig. Wer keine monatlichen Geldeingänge zu verzeichnen hat, aber ein Girokonto der Norisbank besitzt, kann die Debitkarte MasterCard direkt beantragen. Die kostet jährlich 12 Euro, ist ohne Schufa und für Kinder ab 12 Jahren freigegeben. Sie berechtigt ebenfalls zum kostenlosen Geldabheben im Ausland, allerdings nur an ATMs von Kooperationspartnern der Norisbank. Auf Zahlungen in fremden Währungen berechnet die Bank eine Gebühr in Höhe von 1,75 % des Umsatzes, mindestens jedoch 1,50 Euro.

Gebührenfreie MasterCard Gold der Advanzia-Bank

Inhaber der MasterCard Gebührenfrei, die die Kreditkarte bis zum 30. September 2019 ihren Freunden weiterempfehlen, erhalten für jeden Neukunden 25 Euro. Der wiederum kann sich über ein Willkommensgeschenk von ebenfalls 25 Euro freuen.

Mit der gebührenfreien MasterCard Gold sind Zahlungen in Geschäften und Restaurants überall auf dem Globus kostenlos. Für weltweiten Bargeldbezug erhebt die Bank keine Gebühren, berechnet jedoch ab dem ersten Tag Sollzinsen (19,44 % p. a.). Zahlungen sind zunächst zinsfrei. Es ist nicht möglich, Guthaben auf die Advanzia-Kreditkarte zu überweisen und diese im Plus zu führen. Das Geldinstitut bietet zur Abrechnung keinen automatischen Bankeinzug an. Die Kunden müssen daran denken, die Rechnung fristgerecht zu begleichen. Andernfalls fallen rückwirkend ab dem Datum der Zahlung hohe Sollzinsen an. Die gebührenfreie Mastercard Gold ist dauerhaft gratis. Wer mit ihr 50 % seiner Reise bezahlt, bekommt automatisch eine Reiseversicherung dazu. Des Weiteren freuen sich Kunden über 5 % Cashback, wenn sie einen Mietwagen bei einer der Partnerfirmen der Advanzia-Bank leihen (und die Rechnung mit der kostenlosen Mastercard begleichen). Die gebührenfreie, goldene Kreditkarte zu beantragen, ist den Erfahrungen anderer Nutzer zufolge recht unkompliziert.

Revolut MasterCard

Girokonto und MasterCard des britischen Start-ups Revolut sind kostenlos. Ihre Kunden haben damit die Möglichkeit, weltweit gebührenfrei zu bezahlen und monatlich bis zu 200 Euro abzuheben. Für höhere Beträge fallen 2 % Gebühren an. Revolut-Kunden verschicken unter der Woche kostenfreie Überweisungen in 26 Währungen. Übersteigt der Monatsumsatz 6.000 Euro, erhebt Revolut 0,5 % Gebühren auf alle weiteren Zahlungen. Am Wochenende sichert sich der Anbieter mit einer geringen Pauschale gegen Kursschwankungen ab.

Die MasterCard ist eine Prepaid-Kreditkarte und nur mit Guthaben auf dem zugehörigen Konto nutzbar. Sogar aus dem Ausland gestaltet sich die Beantragung unkompliziert. Als Identifikationsnachweis genügen ein Bild des Ausweises und ein Selfie. Nach der Anmeldung ist die Online-Kreditkarte sofort verfügbar, eine richtige Plastikkarte kostet einmalig sechs Euro. Premiumkunden zahlen knapp acht Euro im Monat, dafür dürfen sie mehr Bargeld gratis abheben, erhalten verschiedene Reiseversicherungen, einen besonderen Kundenservice und virtuelle Einwegkarten für extra sichere Zahlungen.

Curve MasterCard

Die kostenlose MasterCard des britischen Finanz-Start-ups Curve ist eine Meta-Kreditkarte. In der ebenfalls kostenlosen, für iOS und Android erhältlichen App hinterlegen Kunden ihre reguläre Kreditkarte. Bei jedem Zahlvorgang wählen sie zuvor die Karte aus, von der das Geld abgebucht werden soll. An der Kasse oder beim Check Out im Onlineshop zahlen sie jedoch mit der MasterCard von Curve. Mit deutschen Girocards ist das System nicht kompatibel. Das monatliche Limit für kostenlose Transaktionen liegt bei 500 Pfund (etwa 580 Euro). Wer sich vertut, nutzt das Back-in-Time-Feature, um bis zu 14 Tage später die Zahlung auf eine andere Karte zu schieben. Bargeld kann bis zu einer Summe von 200 Pfund (circa 170 Euro) gebührenfrei an jedem kompatiblem ATM der Welt abgehoben werden. Die Curve MasterCard ist keine eigenständige Kreditkarte. Sie kann aber helfen, im Ausland kostenlos an Geld zu kommen und Gebühren zu umgehen. Reisende lassen ihre eigentlichen Kreditkarten im sicheren Hotelsafe und nehmen für unterwegs die Curve MasterCard mit.

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Die besten Tagesgeldkonto Zinsen im Vergleich. So lässt sich mit dem Zinsvergleich bares Geld erwirtschaften. Wir zeigen wie es geht und worauf zu achten ist...