Der Sturm geht, der Schnee kommt. In den nächsten Tagen beruhigt sich das Wetter, dafür droht ein richtiger Kälteeinbruch. So wird es in den nächsten Tagen – der Überblick.

In der Nacht auf Dienstag wurden an der Küste teilweise Windgeschwindigkeiten bis 130 km/h gemessen – das waren Orkanböen. Zudem kam es an der Nordsee zu einer Sturmflut, Hamburg steht teilweise unter Wasser.

Doch mit dem Sturm ist es nun vorbei. Sturmtief "Barbara" zieht derzeit weiter und macht Platz für Hoch "Yörn", wie Wetter-Experte Dominik Jung vom Wetterportal "wetter.net" erklärt. Das Hochdruckgebiet legt sich voraussichtlich für ein paar Tage über Deutschland und sorgt für sehr hohen Luftdruck – und damit für eine Wetterberuhigung.

Wintereinbruch für Anfang Januar erwartet

Dafür kündigt sich mit der ruhigeren Wetterlage eine erste wirkliche Kältewelle an. Anfang Januar 2017 könnte es demnach laut Jung deutlich kälter werden. Selbst in den Niederungen könnte es dann auch tagsüber Temperaturen nur um oder knapp über 0 Grad geben. Dazu erwartet der Meteorologe Schnee – vor allem im Süden Deutschlands.

Doch die Details zur anstehenden Wetterlage sind noch völlig offen. Rund eine Woche vor dem Ereignis könne man noch keine fundierte Aussage treffen: Es sei unklar wie heftig der Wintereinbruch werden und welche Ausdauer er an den Tag legen wird.

Es gibt Berechnungen die nur auf ein bis zwei Tage Winterwetter hindeuteten, einige Wettermodelle würden eine längere winterliche Phase prognostizieren. Die exakte Entwicklung in der kommenden Woche sei damit weiterhin offen – ab dem kommenden Wochenende würden die Prognosen genauer, so Jung.

Das Wetter in den nächsten Tagen

Klar ist aber die Wettervorhersage für die kommenden Tage: Am Mittwoch gibt es laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) im östlichen Bergland weiterhin Regen. Dieser geht oberhalb von 400 bis 600 Metern Schnee über. Es bleibt hochnebelartig bewölkt, im Süden ist etwas Sonne möglich. Die Höchsttemperaturen lieben unter der Nebeldecke um die 0 Grad, sonst sind 2 bis 8 Grad möglich. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen, nur in den Bergen im Osten sind anfangs noch starke bis stürmische Böen zu erwarten.

Am Donnerstag bleibt es ganztätig bedeckt und trüb. Doch an den Nordseiten der westlichen Mittelgebirge, weiter nach Süden hin sowie in den Hochlagen der meisten Mittelgebirge sind längere Sonnenabschnitte möglich. Das Thermometer klettert auf 1 bis 6 Grad, bei zähem Nebel bleiben die Temperaturen um den Gefrierpunkt. Der Wind weht überwiegend schwach, im Norden aus südlichen bis westlichen, sonst aus östlichen Richtungen.

Für den Freitag ist etwas Besserung in Sicht, es setzt sich vielerorts die Sonne durch. Lediglich in einigen Flusstälern und gebietsweise im Norden halten sich Nebel und Hochnebel hartnäckig. Die Tageshöchstwerte erreichen 1 bis 6 Grad, in höheren Lagen und in Südwestdeutschland klettert das Thermometer vereinzelt auch darüber. Unter der Nebeldecke bleiben die Temperaturen um die 0 Grad.

Die Prognose zum Jahreswechsel

Mittwoch: 2 bis 8 Grad, im Nordosten Wolken und etwas Regen, sonst trocken, ab und zu Sonnenschein

Donnerstag: 1 bis 6 Grad, im Nordosten dominieren weiterhin die Wolken, stellenweise fällt etwas Regen, sonst kann sich auch die Sonne blicken lassen

Freitag: 1 bis 6 Grad, überwiegend freundlich und trocken

Silvester: 2 bis 7 Grad, stellenweise Hochnebel, teilweise aber auch Sonnenschein

Neujahr: 1 bis 6 Grad, erst freundlich, später im Norden Wolken und etwas Regen

Montag: 1 bis 7 Grad, aus Norden Regen, der später teils bis in tiefe Lagen in Schnee übergeht

Dienstag: minus 4 bis plus 3 Grad, vielfach frostig und noch etwas Schnee

Mittwoch: minus 4 bis plus 6 Grad, an dem Küsten weiterhin mild, sonst winterlich kalt und trocken