Mit einem launigen Interview hat CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer Spekulationen zurückgewiesen, sie wolle Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aus dem Amt drängen.

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Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer strebt eine stabile Legislaturperiode der großen Koalition mit Angela Merkel an der Spitze an.

"Ich stehe nicht jeden Morgen auf mit einer Säge in der Hand, um zum Kanzleramt zu marschieren und dort am Stuhl von Angela Merkel zu sägen", sagte Kramp-Karrenbauer mehreren europäischen Zeitungen zu Spekulationen um eine vorzeitige Ablösung der Bundeskanzlerin. "Ich bin handwerklich unbegabt, und sage deutlich, das ist nicht mein Ansatz in der Politik."

AKK traut sich Amt aber zu

Gleichzeitig betonte die frühere Ministerpräsidentin des Saarlands, dass sie sich das Amt zutraue. "Wenn ich mich dazu nicht fähig fühlen würde, hätte ich nicht für den CDU-Vorsitz kandidieren können", sagte sie auf die Frage der Journalisten, ob die Abkürzung "AKK" nicht für "Annegret Kann Kanzlerin" stehe. Allerdings hätten die Wähler das letzte Wort.

Kramp-Karrenbauer bekräftigte, dass sie an "Stabilität in der Regierung bis zum Ende der Legislaturperiode" interessiert sei. "Nach den Europawahlen eine Regierungskrise oder Neuwahlen zu haben, hat nichts mit dieser Verantwortung zu tun."

Die 56-Jährige erneuerte auch ihre Forderung, den EU-Parlamentssitz in Straßburg zugunsten von Brüssel aufzugeben. In Frankreich sorgt dies für erbitterten Widerstand. Sie sei sicher, dass sich in Straßburg "eine andere europäische Institution niederlassen könnte", betonte Kramp-Karrenbauer. (mgb/dpa/afp)

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