Anonymous hat dem IS den Kampf angesagt - und nun einen ersten Erfolg vermeldet: Nach eigenen Angaben knackten die Hacker 5.500 Twitter-Accounts der Terroristen.



"Diese Attentate können nicht ungestraft bleiben", hatte Anonymous in einer Video-Botschaft erklärt.

Die Botschaft an die Terrormiliz IS klang martialisch: "Wir werden euch finden und wir werden nicht nachlassen. Wir werden die wichtigste Operation gegen euch starten, die je gegen euch geführt wurde. Der Krieg hat begonnen."

Der IS soll unmittelbar auf die Drohung reagiert und seinen Mitgliedern per Messenger-Dienst Telegram - eine mit WhatsApp vergleichbare Anwendung - mitgeteilt haben, wie man sich verhalten solle. Unter anderem wurde davor gewarnt, Links aus unbekannter Quelle zu öffnen.

IS und Anonymous: seriöse Quellen fehlen

Die im Internet auffindbaren Aussagen des IS und von Anonymous sind grundsätzlich schwer zu greifen und vor allem zu verifizieren. Die Hacker agieren selbstredend ebenso wie die Terroristen im Hinter- und Untergrund. Seriöse Quellen oder offizielle Bestätigungen fehlen.

Deshalb ist nicht abschließend zu beurteilen, wie die erste Erfolgsmeldung von Anonymous bewertet werden sollte: "Wir berichten, dass über 5.500 IS-Twitter-Accounts abgeschaltet wurden", ist in diesem Tweet zu lesen:

In einem weiteren Tweet werden Accounts aufgelistet, die erfolgreich aus dem Netz genommen worden seien.

Wie erfolgreich kann Anonymous sein?

Ob Anonymous mit solchen Aktionen wirklich dauerhaft erfolgreich sein kann, darf bezweifelt werden. Denn in Sekundenschnelle kann jeder Terrorist einen neuen Twitter-Account anlegen.

Dennoch scheinen die Hacker den virtuellen Kampf in der Tat aufgenommen zu haben - und arbeiten damit auch den Geheimdiensten zu.