Der Bundestag knackt die 10.000-Euro-Grenze: Laut einem Medienbericht werden ab Juli die Diäten der Abgeordneten erhöht. Ein CDU-Politiker profitiert demnach am meisten von der Erhöhung.

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Die 709 Bundestagsabgeordneten können einem Medienbericht zufolge ab Juli mit einer Erhöhung ihrer Diäten um drei Prozent rechnen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung (Montag) und verweist auf die vom Statistischen Bundesamt errechnete Erhöhung der Nominallöhne im vergangenen Jahr, an die die Diäten gekoppelt seien.

Diätenerhöhung: Wolfgang Schäuble profitiert am meisten

Nach den vorläufigen Zahlen würden die Diäten um fast 300 Euro auf 10.073,69 Euro brutto im Monat steigen. Damit wäre es die stärkste Erhöhung seit 2011.

Dem Bericht zufolge profitiert Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) am meisten vom Diätenanstieg. Weil er eine Zusatz-Diät als Amtsgehalt erhält, würde er damit 20.147 Euro monatlich bekommen.

Die fünf Vizepräsidenten erhalten laut "Bild"-Zeitung je 15.111 Euro, die Vorsitzenden der Bundestagsausschüsse jeweils 11.585 Euro.

Erhöhung erfolgt ohne Abstimmung

Das Plus wirke sich auch auf die Pensionen der Abgeordneten aus. Künftig betrage der Pensionsanspruch pro Mandatsjahr 251,84 Euro - zahlbar ab einem Alter von 67 Jahren.

Die Erhöhung erfolgt dem Bericht zufolge ohne Aussprache und Abstimmung, weil das Parlament die automatische Anpassung entsprechend der Entwicklung der Nominallöhne für die gesamte Dauer der Wahlperiode beschlossen hatte. (am/dpa)

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