Jimmy Schulz ist tot. Der FDP-Politiker ist nach langer schwerer Krankheit im Alter von 51 Jahren gestorben. Seine Kollegen trauern um den über Parteigrenzen hinweg beliebten Netzpolitiker.

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Der FDP-Politiker und Bundestagsabgeordnete Jimmy Schulz ist tot. Nach langer schwerer Krankheit sei Schulz am Montag gestorben, teilte FDP-Chef Christian Lindner mit. Schulz wurde 51 Jahre alt. "Die Nachricht erfüllt uns mit großer Traurigkeit", erklärte Lindner.

Er bezeichnete Schulz, der Vorsitzender des Ausschusses Digitale Agenda des Bundestags war, als "Netzpolitiker der ersten Stunde".

"Jimmy Schulz wird uns sehr fehlen"

Entschlossen habe er für Bürgerrechte gestritten und für die digitale Selbstbestimmung gekämpft: etwa gegen die Vorratsdatenspeicherung, die Online-Durchsuchung und das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, so Lindner. "Unsere Gedanken sind jetzt bei seiner Frau, seinen Kindern und seinen Freunden. Jimmy Schulz wird uns sehr fehlen."

Schulz hatte im Juni 2019 seine Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs öffentlich gemacht. Diagnostiziert wurde die Krankheit bei ihm um den Jahreswechsel 2017/2018.

Neben FDP-Chef Lindner nahmen auch andere Politikkollegen von Schulz Anteil. Dorothee Bär, Staatsministerin im Bundeskanzleramt für Digitalisierung, bezeichnete Schulz bei "Twitter als Freund", sie könne und wolle "gar nicht glauben, dass mein lieber Kollege nicht mehr zu uns zurückkommen wird".

Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, trauert "um einen wunderbaren Kollegen". Schulz habe zu denen gehört, die "die Digitalisierung wie wenig andere geprägt haben", schrieb er auf Twitter.

(hub/dpa)

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