Die AfD hat für einen Eklat im Bundestag gezeigt und bei der Generaldebatte geschlossen den Plenarsaal verlassen. Grund für die Aktion war die Rede eines SPD-Abgeordneten.

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Die AfD-Bundestagsfraktion hat als Reaktion auf Angriffe des SPD-Abgeordneten Johannes Kahrs geschlossen den Plenarsaal verlassen. Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion sagte am Mittwoch in der Generaldebatte zum Haushalt: "Rechtsradikale in diesem Parlament sind unappetitlich."

Die AfD habe nur "dumme Sprüche" parat, keine Inhalte, keine Lösungen. "Man muss sich diese Traurigen da nur angucken", so Kahrs.

"Hass macht hässlich, schauen Sie in den Spiegel." Als von der AfD eine Zwischenfrage angemeldet wurde, sagte Kahrs: "Von Rechtsradikalen brauche ich keine, danke."

Er warf der AfD zudem Spaltung vor und warnte vor Weimarer Verhältnissen, die in den Nationalsozialismus mündeten: "Schauen Sie in den Spiegel, dann sehen Sie, was diese Republik in den 20ern und 30ern ins Elend geführt hat."

Kahrs zu Mäßigung aufgerufen

Schließlich standen die AfD-Abgeordneten auf und verließen den Plenarsaal. Nach der Rede von Kahrs kehrten sie zurück. Bundestagsvizepräsident Hans-Peter Friedrich rief Kahrs als Sitzungsleiter zu künftiger Mäßigung auf. "Ich glaube nicht, dass es zielführend ist, wenn wir eine solche Aggressivität hier in das Hohe Haus bringen. Das wird für die Beratungen in der Zukunft nicht zuträglich sein."

Daraufhin meldete sich Barbara Hendricks von der SPD zu Wort und nannte es "befremdlich", dass Friedrich Kahrs Aggressivität vorwerfe, man solche Äußerungen von ihm zur AfD aber noch nie gehört habe.

Zuvor hatte bereits SPD-Politiker Martin Schulz AfD-Chef Alexander Gauland scharf angegriffen und ihn auf den "Misthaufen in der deutschen Geschichte" gewünscht.   © dpa

Teaserbild: © Kay Nietfeld/dpa