Das Kommando Spezialkräfte (KSK) ist eine Eliteeinheit der Bundeswehr. Nun wird dort ein neuer Rechtsextremismus-Fall bekannt. Die Ermittlungen laufen auch in Richtung möglicher Netzwerke.

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Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat nach den Ermittlungen wegen Verdachts auf einen neuen Fall von Rechtsextremismus im Kommando Spezialkräfte (KSK) ein hartes Vorgehen angekündigt. "Jeder, der in irgendeiner Art und Weise radikal bei der Bundeswehr auffällt, hat in dieser Bundeswehr keinen Platz", sagte die CDU-Vorsitzende am Sonntag bei einem Besuch im Kosovo.

Das gelte insbesondere für das KSK, "denn das KSK ist ein Stück Aushängeschild", sagte sie. "Es empfindet sich selbst als solches und deswegen hat es selbst eine besondere Verantwortung, jeder Tendenz zur Radikalität auch entgegenzutreten."

Bundeswehr-Eliteeinheit KSK unter Beobachtung

Jeder Fall werde "sehr, sehr ernst" genommen, sagte sie. Insbesondere werde untersucht, ob dahinter Netzwerke und Verbindungen liegen. Das sei auch der Grund, weshalb der Militärische Abschirmdienst (MAD) eine Arbeitsgruppe mit Blick auf das KSK eingerichtet habe. Nun seien erste Konsequenzen gezogen worden. "Und wir werden jedem Fall mit der gleichen Härte und mit der gleichen Konsequenz weiter nachgehen", sagte Kramp-Karrenbauer.

Wegen des Verdachts auf rechtsextremistische Umtriebe wird gegen einen Unteroffizier der Bundeswehr-Eliteeinheit ermittelt. Der MAD verdächtige den Unteroffizier in der Feldwebellaufbahn dringend, ein Rechtsextremist zu sein, schrieb die "Bild am Sonntag". Seit Monaten laufe eine nachrichtendienstliche Ermittlung gegen ihn. Aus dem Verteidigungsministerium wurde der Vorgang auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. (mt/dpa)

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