Rüstet sich der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un für das zweite Treffen mit US-Präsident Donald Trump? Medienberichten zufolge ist ein Hochsicherheitszug in Richtung Peking unterwegs. Beobachter spekulieren übermögliche Absprachen mit Chinas Staatschef Xi Jinping.

Mehr Politik-News gibt es hier

Ein Sonderzug aus Nordkorea hat Spekulationen über einen neuen Besuch von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Peking ausgelöst. Nach Medienberichten überquerte der Zug am Montagabend Ortszeit unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen die Grenze bei Dandong. Die südkoreanische Zeitung "Hankyoreh" berichtete unter Hinweis auf eine nicht genannte Quelle, Kim reise zu einem vierten Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping.

Der Zug dürfte am Dienstag gegen 10.00 Ortszeit (03.00 MEZ) in der chinesischen Hauptstadt eintreffen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap, die aber nur von einem möglichen hohen nordkoreanischen Regierungsvertreter an Bord sprach. Es könnte Machthaber Kim sein, sagte gleichwohl eine diplomatische Quelle der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo.

Historisches Treffen

Bei einem neuen Treffen könnten sich beide Staatsmänner über das in Kürze geplante zweite Gipfeltreffen Kims mit US-Präsident Donald Trump abstimmen. Über den Ort wird noch verhandelt, sagte Trump am Sonntag vor Journalisten in Washington. "Es wird möglicherweise in nicht allzu ferner Zukunft verkündet." Der Dialog mit Nordkorea laufe gut, versicherte Trump. Es gibt Spekulationen, dass es diesmal in Vietnam stattfinden könnte. Ein Termin steht auch noch nicht fest.

Bei ihrem historischen ersten Gipfel im Juni in Singapur hatten sich Trump und Kim allgemein auf das Ziel einer atomaren Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel geeinigt. Doch konkrete Zusagen, bis wann das nordkoreanische Atomwaffenarsenal abgerüstet werden soll und wie die Gegenleistungen der USA aussehen könnten, blieben bisher aus. (mc/dpa)

Bildergalerie starten

Karikaturen

Nachrichten aus der Politik sind langweilig und dröge? Unsere aktuellen Karikaturen beweisen das Gegenteil - jeden Tag aufs Neue.