Einst prägte Edmund Stoiber den Begriff der "Durchrassung" Bayerns. Die CSU bezahlt nunmehr den Preis dafür, den Preis für den Erfolg ihres Bundeslands.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Das seit Monaten anhaltende Umfragetief der CSU liegt nach Ansicht des früheren Ministerpräsidenten Edmund Stoiber in gesellschaftlichen Veränderungen in Bayern begründet.

Die CSU in der Krise: Bei der Landtagswahl droht ihr eine herbe Wahlniederlage und sogar der Verlust der absoluten Mehrheit. Wie konnte das passieren - und muss Markus Söder jetzt um sein Amt als Ministerpräsident fürchten?

Einwanderungsland Bayern

"In den vergangenen Jahren hat es aufgrund unseres wirtschaftlichen Erfolgs eine einzigartige Wanderungsbewegung nach Bayern gegeben", sagte der CSU-Ehrenvorsitzende dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"Aus allen Teilen Deutschlands sind in den letzten zehn Jahren mehr als eine Million Menschen zu uns gekommen." Die schlechten Umfrageergebnisse von 33 Prozent seien Momentaufnahmen.

Bildergalerie starten

Zahlreiche Prominente aus TV, Kultur und Literatur fordern Rücktritt von Horst Seehofer

Zahlreiche Kulturschaffende fordern den Rücktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). "Seehofer beschädigt die Werte unserer Verfassung", heißt es in dem Aufruf. (mit Material der dpa)

Keine Koalition mit den Grünen

Mit Blick auf mögliche Koalitionen nach der Wahl am kommenden Sonntag sagte Stoiber, dass er keine Basis für eine schwarz-grüne Koalition sehe. "Es gibt fundamentale Unterschiede zwischen CSU und Grünen."

Diese reichten von der Umwelt- und Energiepolitik über die Wirtschaftspolitik bis hin zur Inneren Sicherheit und Migrationspolitik. "Ich sehe nicht, wie bei diesen Unterschieden ein stabiles Bündnis möglich sein könnte."

Stoiber wirbt für Söder

Stoiber riet seiner Partei, auch im Fall eines Wahldesasters an Markus Söder als Ministerpräsident festzuhalten: "Nach der bayerischen Verfassung muss vier Wochen nach der Wahl die neue Regierung stehen. Und das ist dann die entscheidende Aufgabe unseres Ministerpräsidenten", sagte er.  © dpa