Die AfD gilt als große Gewinnerin der Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen. Daran sei die Linke mitverantwortlich, findet die (Noch-)Fraktionschefin der Partei, Sahra Wagenknecht.

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Die Linksfraktionschefin im Bundestag, Sahra Wagenknecht, gibt ihrer Partei eine Mitschuld an den starken Wahlergebnissen der AfD in Sachsen und Brandenburg.

"Wir waren über viele Jahre die Stimme der Unzufriedenen", sagte Wagenknecht dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Indem wir uns von unseren früheren Wählern entfremdet haben, haben wir es der AfD leicht gemacht. Insofern sind wir für ihren Erfolg mitverantwortlich."

Sie fügte hinzu: "Die wachsende Distanz zu dieser Lebenswelt zeigt sich auch in unserem Umgang mit AfD-Wählern, die gern pauschal als Rassisten beschimpft werden, obwohl viele von ihnen früher links gewählt haben."

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Die Linke müsse klären, für wen sie in erster Linie Politik machen wolle. "Für die gut ausgebildete, gehobene Mittelschicht in den Metropolen oder für diejenigen, die um ihr bisschen Wohlstand immer härter kämpfen müssen? Wenn wir Menschen jenseits des hippen Großstadtmilieus erreichen wollen, müssen wir ihre Sicht der Dinge ernst nehmen, statt sie zu belehren, wie sie zu reden und zu denken haben", erklärte Wagenknecht, die nur noch bis zur Neubesetzung ihrer Funktion amtiert. Unter anderem wegen ähnlicher früherer Äußerungen liegt sie mit Teilen ihrer Partei über Kreuz.

Die Fraktionschefin mahnte auch beim Klimaschutz Augenmaß bei ihrer Partei an. "Wenn Teile der Linken die CO2-Steuer befürworten, die Pendler und die Mittelschicht außerhalb der Großstädte hart treffen würde, müssen wir uns nicht wundern, dass sich viele abwenden." (jwo/dpa)  © dpa

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