Aus der "politischen Revolution" wird vorerst nichts. Im Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten hat Bernie Sanders das Handtuch geworfen. US-Präsident Donald Trump findet den Rückzug des linksgerichteten Senators halbherzig.

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US-Präsident Donald Trump empfindet den Rückzug des linken Senators Bernie Sanders aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten als halbherzig. "Er ist nicht wirklich ausgestiegen", sagte Trump am Mittwochabend im Weißen Haus in Washington.

Sanders halte an seinen bisher eingefahrenen Delegiertenstimmen fest und wolle bei den nächsten Vorwahlen weitere sammeln. "Das ist kein Ausstieg", sagte Trump. "Das ist eine eigenartige Sache, die da vor sich geht."

Er nehme an, dass Sanders die Delegiertenstimmen als Hebel für Verhandlungen nutzen wolle.

Sanders hatte am Mittwoch seinen Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten verkündet und damit den Weg frei gemacht für eine Kandidatur des Ex-US-Vizepräsidenten Joe Biden.

Biden ist nun der einzige verbleibende Bewerber in dem Rennen der Demokraten und steht so quasi schon als Herausforderer für den republikanischen Amtsinhaber Trump bei der Präsidentschaftswahl Anfang November fest - lange vor dem Ende der Vorwahlen.

Sanders will weitere Delegiertenstimmen sammeln

Sanders hatte gesagt, Biden werde der Präsidentschaftskandidat der Partei sein, und man werde zusammenstehen, um Trump zu besiegen. Zugleich kündigte er an, bei den restlichen Vorwahlen auf den Wahlzetteln zu bleiben, um weiter Delegiertenstimmen zu sammeln und sich so zumindest noch inhaltlichen Einfluss beim großen Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer zu sichern.

Trump sagte, er hoffe darauf, dass enttäuschte Sanders-Anhänger nun für ihn stimmen würden. Bei der Wahl 2016, bei der sich Sanders ebenfalls vergeblich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bemüht hatte, sei dies ebenfalls passiert, erklärte Trump weiter. Beim Thema Handel etwa lägen Sanders und er auf einer gemeinsamen Linie. (jwo/dpa)

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