Hongkong

Am Wochenende ist es in Hongkong erneut zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen. Brennpunkt dieses Mal ist die Polytechnische Universität der Stadt. Sie wird derzeit von Demonstranten besetzt. Die Behörden warnten, notfalls auch scharfe Munition einzusetzen. Indes verteidigte Anführer Joshua Wong die Gewalt der Demonstranten.

Bei der neuen Welle der Gewalt in Hongkong ist es in der Nacht zu Montag zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Eine unbekannte Zahl von Aktivisten wurde festgenommen.

Am Sonntag war die Polizei beim Versuch, die Universität zu stürmen, gescheitert.

In Hongkong sind zwei Deutsche festgenommen worden. Die beiden 22 und 23 Jahre alten Austauschstudenten sollen an einer nicht genehmigten Versammlung teilgenommen haben, teilte die Polizei am Freitag mit.

Innerhalb eine Woche sterben bei den sich zuspitzenden Protesten zwei Menschen. Zunächst stürzte ein Demonstrant von einem Parkhaus, nun wurde ein alter Mann von einem Pflasterstein getroffen. Die Regierung macht "Randalierer" verantwortlich.

Am Donnerstag ermahnte ein Polizeisprecher Hongkongs die Teilnehmer der Demokratiebewegung. Diese verbarrikadierten sich in mehreren Universitäten.

Die Welt der Spiele und des E-Sports ist längst nicht mehr unpolitisch. Während Spielehersteller Blizzard auf einer Convention in den USA seine Produkte feiert, stehen am Eingang Demonstranten und protestieren für die Befreiung Hongkongs. Warum ausgerechnet hier?

Hongkong kommt nicht zur Ruhe. Nach schweren Ausschreitungen am Vortag kommt es erneut zu heftigen Zusammenstößen. (Mit Material der dpa)

Junge Menschen demonstrieren für mehr Klimaschutz, Landwirte gegen Umweltauflagen der EU. In Hongkong setzen sich Bürger gegen den Einfluss Chinas zur Wehr, in Chile erheben sich junge Menschen gegen soziale Ungerechtigkeit. Weltweit werden politische Konflikte derzeit auf die Straße getragen. An mehreren Orten sind Proteste allerdings auch in Gewalt umgeschlagen. Wie ist zu erklären, dass anfangs friedliche Protesten scheinbar plötzlich eskalieren?

Über das gesamte Wochenende haben in Hongkong Proteste getobt. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. 

Ein Nachfolger von Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam könnte bis März ernannt werden und den Rest ihrer Amtszeit bis 2022 übernehmen, berichtete die "Financial Times".

Wenn China eine App aus dem Apple Store nicht passt, fordert es den Konzern auf, diese zu löschen. Der iPhone-Hersteller ist schon oft eingeknickt – nicht erst vergangene Woche. Auch andere Tech-Firmen wie Microsoft halten sich an die Zensur, wenn das Regime es verlangt. Amnesty International kritisiert das scharf.

Die Demonstranten in Hongkong müssen künftig auf eine bie ihnen beliebte App verzichten. Apple hat den Kartendienst "hkmap.live" aus seinem Appstore genommen - auf Druck Chinas. (Teaserbild: Imago/Miguel Candelax)

Nach Kritik aus China hat Apple eine App aus seinem App-Store genommen, die den Demonstranten in Hongkong hilft, der Polizei auszuweichen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich der US-Riese dem Druck aus Peking beugt. 

China ist verärgert: Ein Tweet des Managers des NBA-Teams Houston Rockets hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Der Manager hatte sich hinter die Proteste in Hongkong gestellt. Nun reagiert nicht nur der chinesische Basketballverband - sondern auch das Staatsfernsehen.

Abermals ist es in Hongkong zu gewaltsamen Massenprotesten gekommen. Dabei wurde erneut ein Mensch angeschossen. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 14-Jährigen.

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Hongkong aktiviert die Regierung ein Notstandsgesetz, um ein Vermummungsverbot zu erlassen. Wer sein Gesicht verdeckt, kann mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden. Formell den Notstand erklärt Regierungschefin Carrie Lam jedoch nicht.

Hongkongs Polizei hat einen großen Protestmarsch am 70. Geburtstag der Volksrepublik untersagt. Die Demokratiebewegung lässt sich davon nicht stoppen. Erneut kommt es zu Ausschreitungen. Erstmals wird ein junger Mann mit scharfer Munition angeschossen.

Eine Wutrede vor der UN, Demonstrationen in Hong Kong und ein Herzensmoment bei der Leichtathletik-WM. Sehen Sie hier unsere Auswahl der besten Bilder der Woche.

Demonstrationen in Hong Kong, Feuerwerk in Deutschland und Fashion Week in London. Sehen Sie hier unsere Auswahl der besten Bilder der Woche.

Der wirtschaftliche Aufstieg Chinas zur Supermacht wird immer wahrscheinlicher, sein Einfluss auch in Europa immer deutlicher. Doch welche Interessen verfolgt das Land? Darüber sprach Sandra Maischberger am Mittwochabend mit ihren Gästen, bei denen sich Investor Frank Thelen einen deftigen Rüffel einholte.

Nun sorgt er sogar für Wirbel in den deutsch-chinesischen Beziehungen: Joshua Wong, jung, Student, Generalsekretär der Hongkonger Protestbewegung Demosisto, prangert in Deutschland Chinas Vorgehen gegen die Demonstranten an. Politiker, die sich mit ihm treffen, erwecken den Unmut Chinas. Wer ist dieser Aktivist?

Das für Oktober geplante WTA-Turnier in Hongkong ist wegen der anhaltenden Massenproteste in der Stadt abgesagt worden. Die Organisatoren des Tennisturniers begründeten die Entscheidung am Freitag mit der "aktuellen Situation".

Ende August gab es im Berliner Zoo seltenen Nachwuchs: Panda-Dame Meng Meng brachte zwei Babys zur Welt, insbesondere in der Hauptstadt war die Freude über die tierischen Zwillinge groß. Die Namensgebung könnte sich allerdings als schwierig erweisen - bereits der erste Vorschlag aus Berlin sorgt für heftige Diskussionen.

China hat den deutschen Botschafter in Peking formal einbestellt. Der Grund ist ein Treffen von Außenminister Heiko Maas mit dem Hongkong-Aktivisten Joshua Wong auf einer Veranstaltung in Deutschland.