Neben dem "Conjuring"-Universum mit den "Annabelle"- und "The Nun"-Ablegern gehört auch die "Insidious"-Reihe zum Standardprogramm von Horrorfans. Gesicht der Kult-Franchises ist seit 2010 Patrick Wilson.

Ein Interview

Der Hollywood-Star kehrte zwölf Jahre nach dem ersten "Insidious"-Streifen nicht nur zurück zur Reihe, sondern wagte sich auch auf neues Terrain und nahm erstmals auch auf dem Regiestuhl Platz.

Mehr News über Filme & Serien

In seinem Regiedebüt erzählt Wilson dabei die Geschichte der Familie Lambert weiter. Renai (Rose Byrne), Josh (Patrick Wilson) und Sohn Dalton (Ty Simpkins) scheinen sich einigermaßen arrangiert zu haben, und die düsteren Ereignisse der Vergangenheit mehr oder weniger verarbeitet zu haben. Doch mit seinem Wechsel aufs College wird Dalton von unheimlichen Visionen gequält.

Auch Josh gerät in den Strudel der Ereignisse und Vater und Sohn müssen ein weiteres (ein letztes?) Mal in Ewigreich und das Geheimnis der roten Tür lüften.

Bei Hauptdarsteller und Regisseur Patrick Wilson haben wir nachgefragt, wie er sich auf die neuen Aufgaben vorbereitet hat und warum das Horror-Genre trotz schwieriger Zeiten boomt.

Patrick Wilson, bei "Insidious 5" führen Sie zum ersten Mal auch Regie. War das eine große Umstellung oder relativ einfach, weil der Kollegenkreis ohnehin geradezu familiär war?

Patrick Wilson bei seinem Regiedebüt. © IMAGO/Everett Collection/IMAGO

Patrick Wilson: Es war definitiv etwas von beidem. Natürlich waren jetzt Leute dabei, mit denen ich mich besonders wohl am Set gefühlt habe, weil wir schon über eine sehr lange Zeit zusammengearbeitet haben. Neu waren für mich natürlich die technischen Details. Aber ich liebe diese Herausforderungen und ich denke, ich habe ein gutes Auge für diese Art Filme. Daher war es nur eine Frage der Zeit, meine Vision Realität werden zu lassen. Natürlich hatte ich auch das große Glück, immer mit sehr talentierten Menschen zusammenzuarbeiten. Mit James [Wan, Regisseur] und Leigh [Whannell, Produzent] und allen bei Blumhouse [Produktionsfrma]. Wir haben in dieser Kombination ja schon mehrere Filme zusammengedreht – ich habe ihnen vertraut und sie mir.

Wie haben Sie sich auf den Job als Regisseur vorbereitet, seit Sie sich entschlossen hatten, auch hinter der Kamera zu stehen?

Normalerweise bin ich am Set als Schauspieler. Das kenne ich besser als alles andere. Trotzdem bin ich nicht mit Zettel und Stift rumgerannt und habe mir Notizen gemacht. Aber ich bin die Art von Schauspieler, die mehr wissen will: Was ist das gerade für eine Art von Aufnahme? Mit welcher Linse wird gefilmt? Wie viele Einstellungen werden gemacht? So war ich schon immer, und James [Wan] würde das sicher bestätigen. Ich bin also nicht völlig ahnungslos an die Sache rangegangen. Ich lerne einfach andauernd und hinterfrage alles. Also … auf eine gewisse Art habe ich mir wohl doch gedanklich Notizen gemacht.

Patrick Wilson: "Horror-Fans sind loyale Kinobesucher"

Die Kinobranche hat harte Zeiten hinter sich und hat sich nicht wieder ganz erholt. Der Boom Horrorfilme scheint ungebrochen. Sind die Fans besonders loyal?

Auf jeden Fall. Ich habe ja auch eine eigene Firma und sehe es deswegen auch als Insider. Horrorfilme gehören zu den am meisten unterstützten und erfolgreichsten Filmen. Das Erlebnis, gemeinsam so einen Film im Kino zu schauen, ist einfach wie bei keinem anderen Genre. Natürlich ist eine große Action-Szene im IMAX-Kino absolut beeindruckend – aber einen Horrorfilm im Publikum zu erleben ist etwas Besonderes. Alle spüren im selben Moment die Spannung; es ist einfach aufregend. Ich glaube, dass auch deswegen Horror-Fans so loyale Kinobesucher sind. Und ja: Sie haben in den letzten Jahren auch dafür gesorgt, dass in vielen Kinos nicht die Lichter ausgegangen sind.

"Insidious - The Red Door" mit Patrick Wilson, Rose Byrne, Ty Simpkins u.v.m. startet am 6. Juli in den Kinos.
JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.