• Statt Lobeshymnen gab's für Rockstars "GTA Trilogy" jede Menge Kritik.
  • Der Grund: Performance-Probleme, eine Server-Abschaltung und teils kuriose Verschlimmbesserungen der Grafik.
  • Rockstar Games hat nun reagiert und Besserung gelobt.

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Es sollte das Comeback des Jahres werden, doch der Startschuss verlief für Kultschmiede Rockstar Games mehr als holprig. Denn die in der "GTA Triology" enthaltenen Remasters von "GTA 3", "GTA": Vice City" und "GTA: San Andreas" sorgen bei vielen Spielern für Frust.

So ärgern ssich viele Gamer etwa über Performance-Probleme bei den Neuauflagen. Dazu kam eine Downtime des Rockstar Games Launchers, in deren Folge die PC-Version weder kauf- noch spielbar war.

Dieses Problem wurde mittlerweile behoben. In einem Tweet vom 15. November gab der Rockstar Support bekannt, dass "Grand Theft Auto: The Trilogy - The Definitive Edition" wieder über den Rockstar Games Launcher zum Spielen und Kaufen bereitstünde.

"Wir entschuldigen uns aufrichtig für die Unannehmlichkeiten und arbeiten daran, die generelle Performance zu verbessern und aktualisieren", heißt es auf Twitter.

Wartungsarbeiten bei Rockstar sorgen für Ärger

Bereits am Releasetag der "GTA"-Remastered-Trilogie hatte der Publisher via Twitter angekündigt, dass der Rockstar Games Launcher für Wartungsarbeiten offline gehen müsse. Die Downtime dauerte nicht nur länger, als rwartet, sondern hatte den unangenehmen Nebeneffekt, dass die Neuauflage der drei Spiele-Klassiker nicht mehr zum Verkauf stand. Auch über den Rockstar Shop konnte die PC-Version der "GTA Trilogy" für eine Weile nicht mehr gekauft werden.

Spieler, die über den Rockstar Games Launcher spielen wollten, staunten zudem, als die Titel aus der eigenen Bibliothek verschwanden. Als der Launcher wieder online ging, konnten zwar die anderen Rockstar Spiele wie "Red Dead Redemtion" und das zu "GTA V" gehörige "GTA Online" wieder gespielt werden, nicht aber die Remastered-Trilogie.

Als Grund nannte Rockstar Games, man müsse noch "Dateien entfernen, die unabsichtlich in diesen Versionen vorhanden waren". Über den konkreten Inhalt der erwähnten Files wird gerätselt. Eine Theorie nach handelt es sich um Musikstücke aus dem Soundtrack der drei "GTA"-Kultspiele, an denen Rockstar keine Lizenzrechte mehr besitzt.

"GTA Trilogy" kämpft mit zahlreichen Bugs

Damit nicht genug: Spieler berichteten zudem von technischen Problemen. Die Bugs und Glitches waren allerdings nicht "Game-Breaking". Will heißen: Sie verhinderten nicht das Durchspielen der Spiele.

Vor allem optische Makel plagen die Triologie derzeit. Dazu gehören fehlender Nebel in "GTA San Andreas", Autos ohne Rücklichter sowie merkwürdige Proportionen bei den Figuren CJ und Tommy Vercetti.

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Nicht jedem Charaktermodell hat die Modernisierung gut getan.

Andere User berichteten von Problemen mit der Bildrate, gern als "FPS-Stottern" umschrieben. Vor allem die PS5 scheint davon betroffen zu sein.

Neben diesen technischen Problemen störten sich manche User auch an der generellen Aktualisierung der Optik, die zwar eine erhöhte Sichtweite, kontrastreichere Farben und schärfere Texturen mit sich bringt, aber auch eben den Look verändert und zu teils kuriosen Verschlimmbesserungen bei den Charaktermodellen führt.

"Der ursprüngliche Stil und die Ästhetik gehen völlig verloren. Spieldesign und visuelle Gestaltung sind zerstört. Ihr könnt Bild für Bild vergleichen, das Original wird besser sein. [...] Jetzt sehen alle Spiele gleich schlecht aus, wie eine Mischung aus Roblox und Fortnite", schreibt ein User treffend.

Alles in allem wurde die Trilogie daher mit schlechten Wertungen abgestraft, wie die Analyse auf der Plattform des Meinungsaggregators Metacritic zeigt. Dort pendeln die unterschiedlichen Versionen zwischen 0,4 und 0,9 von 10 möglichen Punkten.

Updates in Arbeit

Der Publisher ist mit seiner Entschuldigung und dem Versprechen einer Verbesserung in allen Bereichen gut beraten, denn Kunden drohten bereits wütend, ihr Geld zurückzufordern. Der holprige Start erinnert an die Probleme, die CD Project RED mit seinem gehypten "Cyberpunk 2077" hatte.

Schadensbegrenzung ist daher das Gebot der Stunde, wenn Rockstar Games seinen Ruf als perfektionistische Kultspiel-Schmiede nicht gefährden will. Zu den ersten Reaktionen, die Verbesserungen versprechen, zählt ein Tweet von Thomas Williamson, CEO des Entwicklerstudios Grove Street, das die Remaster umsetzte.

Sein Team arbeite bereits an Updates, welche die Bugs ausbessern sollen, verkündete er. Abzuwarten bleibt allerdings ein konkreter Termin.   © 1&1 Mail & Media/teleschau