Negativkritiken sind das eine. Die Macher von "The Last of Us 2" und die Schauspielerin, die der Figur Abby ihre Stimme leiht, sehen sich jedoch mit Morddrohungen sowie antisemitischen und homophoben Anfeindungen konfrontiert.

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Die schlechten Noten auf Metacritic waren für die Macher von "The Last of Us 2" sicher eine Enttäuschung. Insbesondere, weil der Unmut sich in vielen Punkten nicht an der Qualität des Spiels (lesen Sie hier unsere Rezension!) orientierte. Vielmehr machten einige User ihrem Ärger über den Umgang mit Leaks Luft, trollten aus purem Frust oder es steckte sogar Homophobie dahinter.

Schließlich hegt Protagonistin Ellie Gefühle für eine Frau. Wie sich nun herausstellt, sind die bösen Bewertungen nur die Spitze des Eisbergs. Schauspielerin Laura Bailey, die Abby in "TLOS2" spricht, postete auf Twitter gar Auszüge aus Morddrohungen, die sie aufgrund ihrer Rolle erhielt.

"The Last of Us 2" wurde sehnsüchtig erwartet - und führte zu Kontroversen. Unter anderem wegen Szenen wie dieser.

Der Creative Director von "The Last of Us 2", Neil Druckmann, reagierte mit einem Tweet: Gamern, die diese Form von Hass propagieren, wünscht er "die psychologische Unterstützung, die sie ganz offensichtlich brauchen".

Auch Herman Hulst, Head of PlayStation Worldwide Studios, nahm Stellung zu den Hasstiraden. Er bedankte sich auf Twitter bei Bailey für die "unvergessliche schauspielerische Leistung" und bat sie zu bedenken, dass die beschämenden Reaktionen "nur eine kleine Minderheit unserer Branche repräsentieren".

Antisemitisch, homophob und hasserfüllt

Das Studio Naughty Dog äußert sich ebenfalls zu den Anfeindungen. "Obwohl wir eine kritische Diskussion willkommen heißen, verurteilen wir jede Form von Belästigung oder Drohungen, die sich gegen unser Team und unsere Besetzung richten", heißt es im Statement. "Wir müssen alle zusammenarbeiten, um dieses Verhalten an der Wurzel zu packen und einen konstruktiven sowie mitfühlenden Diskurs zu bewahren."

Creative Director Druckmann ging auf Twitter ins Detail und zitierte homophobe, antisemitische und andere hasserfüllte Nachrichten. Nachdem er viele aufmunternde Reaktionen darauf bekommen hatte, bedankte er sich bei der Community für die Unterstützung und machte deutlich: "Wenn Gott mir die Gelegenheit geben würde, das Spiel noch mal zu machen, würde ich es genauso wieder tun."  © 1&1 Mail & Media/teleschau

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