Während die einen Quarantäne-Zerstreuung auf den Schlachtfeldern von "Call of Duty" finden, gibt es wohl bald auch einen maßgeschneiderten Titel für Gamer, die auf die Öffnung der Kirchen in Corona-Zeiten warten: den "Pope Simulator".

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Alles begann mit Microsofts "Flight Simulator", doch in der langen Geschichte des Simulator-Genres kamen so einige Kuriositäten dazu. Am bekanntesten sicher der "Goat Simulator", der uns zur Ziege macht. Ein weiterer Anwärter für den Titel im Rennen um die schrägste Simulation ist der frisch angekündigte "Pope Simulator". Die Macher betonen allerdings, dass es sich bei dem PC-Spiel nicht um einen Scherzartikel handelt, sondern um eine "realistische Simulation des Papstes". Wer sich das Gameplay allerdings genauer ansieht, merkt: "Wer's glaubt, wird selig."

Ego-Bekehrer statt Ego-Shooter: "Pope Simulator" wird ein ungewöhnliches Game.

Als CEO Gottes auf Erden braucht man ein gewisses Ego. Deshalb wird aus der Ego-Perspektive gespielt, und es gibt nur einen Einzelspieler-Modus. Los geht's mit dem Konklave, also der Papstwahl. Danach kann man sich sein individuelles Wappen zusammenstellen. Nicht nur aus Design-Gründen: Es hat Einfluss auf das Gameplay. Wie in einem Role-Playing-Game definiert man persönliche Fähigkeiten, beispielsweise die rednerische Überzeugungskraft oder die Stärke der eigenen Gottgläubigkeit. Letztere hat unter anderem darauf Auswirkungen, wie viele Leute man bekehren kann. Im Verlauf der Handlung wachsen die eigenen Fähigkeiten.

Wer "Pope Simulator" spielt, wird selig

Mit Beten ist es nicht getan, als Oberhaupt der katholischen Kirche strebt man nach weltpolitischem Einfluss. "Werden sie sich den größten Herausforderungen unserer Zeit stellen?", fragen der Publisher Ultimate Games und der Entwickler Majda Games. Das Studio hat seinen Sitz in Polen, dem Heimatland von Johannes Paul II. Bereits 72.000 Dollar sollen in die Entwicklung gesteckt worden sein, wie das kirchennahe US-amerikanische Medium "Crux" berichtet.

Glauben als Energie-Balken, den man durch Beten auftankt - laut Machern "realistisch".

Unter anderem gilt es, sich für den Weltfrieden einzusetzen und Tyrannen zu stürzen - im Grunde also wie bei "Call of Duty", nur eben mit Gebeten statt Waffen. Diktatoren stürzt der Papst natürlich nicht mit einem gezielten Kopfschuss, sondern etwas subtiler: Indem er bei seinen Besuchen in Unrechtsstaaten den Gläubigen Mut zum Widerstand macht, beispielsweise. Immer wieder gilt es, Entscheidungen zu treffen, die globale Folgen haben können. Der Einsatz für die Religion kostet Kraft: Für den Glauben, den man als Papst anderen schenkt, wird eigene Glaubensenergie abgezogen. Die kann man allerdings durch Beten wieder aufladen. Wie "realistisch" man das Gameplay jetzt noch einschätzt, ist wohl Glaubens-abhängig.

Ob das Spiel so realistisch ist, dass auch unbequeme Themen wie die Zölibat-Frage, massenhafte Kirchenaustritte oder Missbrauchsskandale thematisiert werden, zeigt sich nach der Veröffentlichung. Wann der "Pope Simulator" erscheinen soll, bleibt zunächst ebenfalls eine Glaubensfrage - der Termin ist noch nicht fix. Angestrebt wird ein Release irgendwann 2021 für PC. Konsolen-Versionen sollen folgen. (tsch)  © 1&1 Mail & Media/teleschau

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