Zum Release der neuen PlayStation 5 sollen rund 4.000 Games zur Wahl stehen. Stichwort: Abwärtskompatibilität. Nun lieferte Sony konkrete Infos, wie diese funktionieren soll

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Sony stellte der Welt jüngst die PlayStation 5 vor - und erntete für das futuristische Design nicht nur Anerkennung.

Anhand der rund 20 präsentierten Games konnten sich Fans zudem einen ersten Eindruck von der Leistungsfähigkeit der neuen Sony-Konsole machen, wenngleich schnell klar wurde: Zum Verkaufsstart werden allenfalls ein Dutzend Titel verfügbar sein.

Und dennoch: Langweilig dürfte es PS5-Käufern nicht werden - sofern man zuvor schon eine PlayStation4 nebst passendem Gaming-Archiv besaß. Stichwort: Abwärtskompatibilität. Immerhin soll die "überwältigende Mehrheit" der PS4-Games auch auf dem Nachfolger spielbar sein, wie Technikleiter Mark Cerny bereits vor Monaten versprochen hatte. Die Gesamtzahl der PS4-Titel liegt bei mehr als 4.000.

In einem Interview mit "CNET.com" gab "Sony Interactive Entertainment"-CEO Jim Ryan nun ein Update zu diesem gewaltigen Unterfangen: "Wir sind gerade mit Publishern und Entwicklern dabei, die wirklich große Bibliothek von mehr als 4.000 Spielen zu testen", so der SIE-Chef. Keine leichte Aufgabe, denn man macht sich die Mühe, jeden Titel einzeln auf die Kompatibilität zu testen. Den Status Quo dieser Sisyphos-Arbeit beschreibt er optimistisch: "Wir sind sehr zufrieden mit dem Fortschritt, den wir bislang erreicht haben."

PS5: Darum ist die Abwärtskompatibilität so wichtig

Auch wenn am Ende nicht das komplette PS4-Archiv kompatibel sein sollte mit der Next-Gen-Hardware: Der Großteil des Archivs dürfte spielbar sein und von der leistungsstarken Hardware der PS5 in Form flüssiger Bildwiederholungsraten und 4K-Auflösung profitieren. Vermutlich wird Sony die Priorität zunächst auf die beliebtesten Titel legen, um deren Funktionalität zum Start zu gewährleisten.

Weiße Ware: Die PS5 bringt die Gaming-Zukunft. Doch die Vergangenheit kommt mit - dank Abwärtskompatibilität.

Spannend ist das Thema Abwärtskompatibilität nicht nur, um allein in Nostalgie zu schwelgen. Auch für das angekündigte Cross Generation Gameplay gilt: Je mehr Spiele zwischen PS5 und PS4 kompatibel sind, desto mehr Futter für gemeinsame Spieleabende mit Freunden stehen zur Wahl, wenn der eine noch mit der dann alten Konsolengeneration am Start ist.

Es dürfte aus einem weiteren Grund strategisch sinnvoll für Sony sein, die Abwärtskompatibilität zu fördern. Denn während für die PS4 zum Launch 2013 lediglich rund 20 Titel zur Verfügung standen, könnte eine Spielebibliothek von Hunderten oder Tausenden Games für die PS5 deutlich anziehender wirken - auch wenn der Großteil des Angebots zunächst "nur" aus modernen Klassikern bestünde. Ob allerdings auch PS3-, PS2- und PS1-Titel in irgendeiner Form unterstützen werden, ist unklar.

Auch die Konkurrenz macht Druck: Während die PS4 keine Abwärtskompatibilität zur PS3 bietet, sind 577 der mehr als 2.000 Games für die Xbox 360 auch auf der Xbox One spielbar. Für die kommende Xbox Series X kündigte Microsoft ebenfalls an, dass "Tausende" alte Xbox-One-Titel bereits zum Launch des Nachfolgers lauffähig sein sollen. Mehr noch: Künftige Games sollen über Konsolengenerationen hinweg spielbar sein und ein System automatisch die optimale Version erkennen.

(tsch)  © 1&1 Mail & Media/teleschau

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