Berlin (dpa/tmn) - Wie ist es eigentlich so, als Katze die große, weite Welt zu erkunden? Für viele klingt das wie ein Traum. "Stray" lässt ihn zur Realität werden. Doch auf wenigen Zentimetern Augenhöhe ist die Welt gar nicht so friedlich, wie es aus Menschensicht scheinen mag.

Wer wegen des putzigen Hauptcharakters eine Wohlfühloase erwartet, liegt falsch. Die Katze findet sich in einer völlig heruntergekommenen Unterwelt wieder, die nur noch von Robotern bewohnt wird. Diese sind zwar freundlich, haben aber die Hoffnung auf das Entkommen in die Außenwelt längst aufgegeben.

Als Katze ist kaum ein Ort unerreichbar

Für die großen Fragen interessieren sie sich auch nicht: Was ist auf der Erde eigentlich passiert? Und wohin sind die Menschen? Diese Rätsel muss Katze selbst lösen.

Das Erkunden der Welt macht Spaß. Höhenunterschiede überwindet die mobile Katze problemlos. Ihre Wege muss sie sich größtenteils selbst erschließen. Trotz der großen Bewegungsfreiheit bleibt das Spiel jederzeit übersichtlich.

Hilfreiche Drohne trägt Katzengepäck

Begleitet werden große und kleine Katzen-Steuerer von einer Drohne namens B-12. Diese übersetzt die kryptische Sprache der Roboter, erinnert Katze an das aktuelle Ziel und trägt eingesammelte Items mit sich. Noch dazu dient sie später sogar als Waffe gegen die kleinen, gefräßigen Zurks, die es auf die Katze abgesehen haben.

Die Grafik kommt zwar nicht an Blockbuster-Titel heran, die Spielwelt überzeugt aber mit Liebe zum Detail. Vor allem aber macht "Stray" durch das gelungene Gameplay Spaß und bietet eine Spielzeit von etwa fünf bis sechs Stunden. Mitsamt Sidequests kann sie auf etwa neun Stunden ansteigen.

Roboter und Katze in "Stray"
Robotische Dimensionen in "Stray": Knapp 480 Meilen Schal hat dieser Kollege hier schon gestrickt, auf den die Katzen-Hauptfigur trifft.

"Stray" ist für PC (ca. 27 Euro) und PlayStation (ca. 30 Euro) erhältlich.

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