Der namenlose Prinz kommt wieder ganz groß raus: Im Rahmen der Ubisoft Forward präsentierte Ubisoft sein erstes Remake überhaupt: "Prince of Persia: Sands of Time". Die Reaktionen? Verhalten.

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Bereits im Vorfeld der Online-Show "Ubisoft Forward" versprach der französische Publisher vollmundig eine Reihe von Überraschungen - und hielt Wort, auch wenn zuvor die Gerüchteküche bereits überkochte und der eine oder andere Leak offiziell bestätigt wurde.

Verlorene Kämpfe und vermasselte Kletterpassagen lassen sich mit den Fähigkeiten des Zeit-Dolchs rückgängig machen.

Zu den Highlights der Veranstaltung zählte die Rückkehr des "Prince of Persia". Dessen 2003 erstmals veröffentlichtes Abenteuer "Sands of Time" wird im Rahmen eines Remakes von Grund auf neu programmiert - ein echtes Novum in der Geschichte des Publishers, der das Recycling der eigenen Historie bis dato allenfalls spärlich in wenigen Remaster-Editionen betrieb.

Ein knapp zweiminütiger Trailer zeigt den Prinzen in Aktion und erinnert daran, was der Episode ihren Namen gab: Die Fähigkeit, die Zeit mithilfe eines magischen Dolches zu manipulieren, wird auch 17 Jahre später für tolle Special Effects und weniger Frust sorgen. "Das Zurückspul-Feature gab es im Original, und das mussten wir mit neuer Technologie umsetzen", erklärt Producer Annu Koul von Ubisoft India die wichtigste Herausforderung bei der Modernisierung. Das Remake entsteht in den Ubisoft Studios in den indischen Städten Pune und Mumbai.

Fans zeigten sich enttäuscht über die Grafik des Titels.

Die Engine, die dem Klassiker neues Leben einhaucht, ist die AnvilNext 2.0, aus "Assassin's Creed Odyssey". Original bleibt indes die Stimme des Prinzen. Wie im Spiel von 2003 meldet sich Synchronsprecher Yuri Lowenthal zu Wort. Generell soll die Neuauflage die Retro-Gefühle bei Nostalgikern wecken und gleichzeitig eine neue Generation von Spielern neugierig machen. Daher ist trotz aller Upgrades die Grundidee so nah wie möglich am Original geblieben. Noch usprünglicher: Die Mutter aller "Prince of Persia"-Spiele wird in Form eines Easter Eggs freischaltbar sein. Der Klassiker aus dem Jahr 1989 war auch schon im ersten "Sands of Time" versteckt.

"Prince of Persia: Sands of Time": Grafisch in der Zeit zurückgereist?

Erscheinen wird "Prince of Persia: Sands of Time" allerdings nicht mehr in diesem Jahr, sondern erst am 21. Januar 2021. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Titel die Fähigkeiten der neuen Konsolengeneration voll ausnutzen wird. Überraschenderweise erklärte Producer Annu Koul: "Derzeit konzentrieren wir uns auf PS4, Xbox One und PC. Für die Next-Gen PS5 und Xbox Series wird es über die Abwärtskompatibilität spielbar sein."

Enttäuscht sein dürften die Switch-User: Eine Version für Nintendos Konsole ist - im Gegensatz zu dem, was ein Händler-Leak suggerierte -, nicht oder zumindest nicht von Anfang an angedacht. Andere User kritisierten, dass sich das Remake auf die Episode "Sands of Time" beschränkt.

Allgemein enttäuscht sind Fans von der Grafik, die "gefühlt auf PS3-Niveau" sei. Das Video, das im Rahmen von Ubisoft Forward gezeigt wurde, bekam viele Daumen-Dislikes aufgrund der Retro-Optik. "Der Prinz ist mit dem Dolch der Zeit erfolgreich in die PS3 / Xbox-Ära zurückgereist", ätzt ein User in seinem Kommentar unter dem Video. Natürlich gibt es auch positive Stimmen, die den Look als "echtes HD-Remake" loben - oder sich gerade darüber freuen, dass die Neuauflage so nah am Original bleibt.

(tsch)  © 1&1 Mail & Media/teleschau