Oh, du unfröhliche Weihnachtszeit? Sony-Chef Jim Ryan hat schlechte Nachrichten für PS5-Interessierte. Was gut für Sony ist, könnte frustrierend für die Kunden sein: Die Nachfrage nach der neuen Konsole zum Launch ist weitaus größer als das Angebot.

Die heiß ersehnte neue Konsolengeneration soll auf modernen 4K-TV-Geräten mit HDR und 120 Hz glänzen, doch derzeit schauen viele reichlich frustriert in die Röhre, wenn sie eine PlayStation 5 vorbestellen wollen. Sonys Next-Gen-Spielemaschine ist allerorten vergriffen und wird allenfalls zu Wucherpreisen bei eBay angeboten.

Jim Ryan, Chef von Sonys Interactive Entertainment-Sparte, enttäuscht im Gespräch mit der Nachrichtenagentur "Reuters" die Hoffnungen mancher Gamer auf raschen Nachschub: Zwar würde das Unternehmen alles tun, um genügend Modelle zum Start bereitzustellen, doch sei die Nachfrage "sehr, sehr beträchtlich". Er nennt ein Zahlenspiel zur Veranschaulichung: Allein in den USA seien binnen zwölf Stunden so viele PS5-Modelle vorbestellt worden wie in den ersten zwölf Wochen der Vorbestellphase für die PS4 seinerzeit. Was für Sony erfreulich klingen mag, hat einen Haken für die Kaufinteressenten: Es könnte passieren, dass manche kaufwillige PS5-Fans am Launch-Tag, dem 19. November, leer ausgehen und sich auf lange Wartezeiten einstellen müssen.

Vorweihnachtszeit ohne PS5?

Auch im traditionell umsatzstarken Weihnachtsgeschäft, in dem Händler ab Ende November die Kunden mit attraktiven Angeboten ködern, könnte die Nachfrage weitaus größer sein als die Konsolenvorräte sein. Bisher waren bei deutschen Händlern wie Amazon, Media Markt und Saturn die Kontingente der Next-Gen-Konsole stets innerhalb weniger Minuten vergriffen. Wann weitere Lieferungen folgen ist im Vorfeld nicht abzusehen. Die aufflammende Corona-Pandemie könnte sich als zusätzlicher Spielverderber erweisen.

(tsch)  © 1&1 Mail & Media/teleschau