Ende 2019 erst hat sie ihren Vertrag verlängert - dennoch müssen die Festspiele jetzt erstmal ohne ihre Chefin Katharina Wagner auskommen. Die 41-jährige ist "längerfristig erkrankt".

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Schon wieder schlechte Nachrichten vom Grünen Hügel: Erst mussten die Bayreuther Festspiele wegen der Corona-Pandemie zum ersten Mal in ihrer Nachkriegsgeschichte abgesagt werden und jetzt gibt es große Sorgen um die Chefin. Katharina Wagner ist "längerfristig erkrankt", teilen die Festspiele am Montag mit - und zwar so, dass sie ihr Amt als Festspielleiterin und Geschäftsführerin "bis auf weiteres" nicht mehr ausüben kann. "Ich bin schockiert", sagt Nicolaus Richter vom Richard-Wagner Verband Bayreuth.

Ein Ersatz ist bereits gefunden

Heinz-Dieter Sense, der von 2013 bis 2016 schon einmal Geschäftsführer der Festspiele war, soll Wagner kommissarisch vertreten. "Um die Geschäftsfähigkeit und den Betrieb der Bayreuther Festspiele GmbH zu sichern", sei Sense vom Verwaltungsrat und der Gesellschafterversammlung zum dritten Geschäftsführer bestellt worden. "Herr Sense kennt den Laden gut und wird ihn gut weiterführen", sagt Richter.

Wie lange die 41 Jahre alte Urenkelin von Richard Wagner ausfalle, sei unklar. "Bis auf weiteres", sagt der neue Festspiel-Sprecher Hubertus Herrmann auf Nachfrage nur. "Wir müssen jetzt mal sehen und hoffen, dass die Katharina bald wieder an Bord ist", sagt Georg Freiherr von Waldenfels, der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth, der Deutschen Presse-Agentur.

Genesungswünsche von der Belegschaft

Wann Wagner ihre Arbeit wieder aufnehmen kann? "Das kann man im Moment gar nicht sagen." Die Freunde von Bayreuth stünden im Kontakt mit der Familie und Freunden. "Wir hoffen, wir wünschen ihr von Herzen, dass sie bald wieder an ihren Schreibtisch zurückkehren kann." In der Mitteilung der Festspiele heißt es: "Die Mitarbeiter der Bayreuther Festspiele wünschen Frau Wagner von Herzen gute Besserung, viel Kraft und baldige Genesung."

Wären die Festspiele nicht wegen der Corona-Krise abgesagt worden, so sagt es von Waldenfels, wäre Wagner bei den Proben im April schon ausgefallen. Sie habe trotz ihrer Krankheit gehofft, dass die Festspiele stattfinden können: "Es war ihr großer Wunsch."

Seit 2015 alleine auf dem Grünen Hügel

Die Urenkelin des Komponisten Richard Wagner (1813-1883) und Tochter des langjährigen Festspiel-Chefs Wolfgang Wagner hatte die Leitung des weltberühmten Opern-Spektakels, das traditionell zu den großen Kultur-Highlights des Sommers gehört, im Jahr 2008 gemeinsam mit ihrer Halbschwester Eva Wagner-Pasquier übernommen. Seit 2015 ist sie alleinige Chefin auf dem Grünen Hügel. Erst im November 2019 hatte sie ihren Vertrag bis 2025 verlängert. Kurz darauf dann der Schock: Ihr Vertrauter, der langjährige Pressesprecher der Festspiele, Peter Emmerich, starb im Dezember plötzlich und völlig unerwartet.

Und auch das Jahr 2020 war bislang alles andere als ein gutes für Katharina Wagner. Erst musste sie wegen der massiven Ausbreitung des Coronavirus ihre lange geplante "Lohengrin"-Premiere in Barcelona absagen, auf die sie sich sehr gefreut hatte. Einige Wochen später wurde klar, dass auch die Festspiele auf dem Grünen Hügel in diesem Jahr wegen der Pandemie nicht stattfinden können. Die mit Spannung erwartete Neuinszenierung des "Ring des Nibelungen" von dem jungen Regisseur Valentin Schwarz, muss verschoben werden - voraussichtlich auf das Jahr 2022.

"Ich helfe gerne mit aus"

"Wir hoffen, dass die beiden Geschäftsführer die Weichen richtig stellen - auch mit der Verschiebung der Inszenierung des "Rings"", sagt von Waldenfels. Der alte und neue kommissarische Geschäftsführer Sense, der nun an der Seite seines Nachfolgers Holger von Berg steht, habe gesagt: "Ich helfe gerne mit aus."

Als Ende März bekannt wurde, dass die Festspiele in diesem Jahr abgesagt werden müssen, sagte Katharina Wagner der dpa: "Natürlich sind wir traurig, gerade weil wir uns auf eine spannende Neuproduktion des Rings gefreut haben. Aber Gesundheit geht vor." (best/dpa)

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