Jedes Jahr kürt der renommierte Verlag der "Oxford Dictionaries" das Wort des Jahres. 2015 jedoch wurde kein Wort zum Sieger gekürt, sondern ein Emoji - das manchmal mehr ausdrückt als ein ganzer Satz.

Das Wort des Jahres soll sinnbildlich für seine Zeit sein, die Atmosphäre und den Lebensstil widerspiegeln. 2015 ist dieses "Wort" ein Smiley mit Freudentränen.

Es ist das global meistgenutzte Smiley - offiziell zeigt es ein lachendes Gesicht mit Freudentränen. Viele Nutzer verwenden es aber auch in anderem Zusammenhang.

Die Wahl wirft Fragen auf und sorgt zum Teil sogar für Empörung. Der Vorwurf: Wie schlecht ist es um unsere Sprache bestellt, wenn ein Smiley mehr zur Verständigung beiträgt als Worte?

30 Sätze, die früher bei allen Studenten für gute Laune gesorgt haben.

Jedoch: Die Entscheidung des Komitees ist gut durchdacht - es liefert folgende Begründung für die Wahl: "Emojis bieten die Möglichkeit der nuancierten Ausdrucksweise, die schon lange nicht mehr nur von Teenagern genutzt werden." Und: "Smileys werden bemerkenswert oft auch von Prominenten genutzt" - als Beispiel wird ein Tweet von Hillary Clinton angeführt.

Was sind Emojis?

Die Oxford University Press orientierte sich bei ihrer Entscheidung stark an der elektronischen Kommunikation. In dieser spielen Emojis eine wichtige Rolle.

Der Begriff Emoji stammt aus dem Japanischen und setzt sich aus den Worten "e" für Bild und "moji" für Charakter zusammen. Ein digitales Bild also, das für ein Gefühl, eine Meinung oder schlicht ein einzelnes Wort stehen kann.

Der Verlag der "Oxford Dictionaries" hat die große Relevanz der Emojis mit dieser Wahl gewürdigt - und sich gegen andere Begriffe entschieden, die in der engeren Auswahl waren - wie zum Beispiel Flüchtling, Adblocker oder lumbersexuell.

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