Von wegen romantisch, nostalgisch oder gut gelaunt – es gibt Songs, deren Bedeutung sich als eine ganz andere entpuppt, als die meisten Hörer annehmen würden.

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1. Whitney Houston – "I Will Always Love You"

Ein Lied, das von der ewigen Liebe handelt. Dabei ist der von Whitney Houston so romantisch gecoverte Mega-Hit (das Original stammt von Dolly Parton) alles andere als das.

Tatsächlich geht es um Trennung, Schmerz und unerwiderte Liebe. Deswegen ist der Song alles andere als passend für eine Hochzeitsfeier – wird aber aufgrund des besagten Missverständnisses immer wieder gerne gewählt.

Whitney Houston - I Will Always Love You

Missverstandene Songs: "I Will Always Love You" von Whitney Houston © YouTube

2. Hanson – "MMMBop"

Der Indie-Ohrwurm des schnuckeligen Brüder-Trios Hanson dudelte in den 90ern durch die Radiostationen dieser Welt. Dennoch wird man aus dem scheinbaren Nonsense-Text nicht wirklich schlau.

Zum Glück half Zac Hanson 2004 in einem Interview den Fans auf die Sprünge und erklärte: "Worüber dieses Lied spricht, ist, dass man sich an den Dingen festhalten muss, die wirklich wichtig sind. 'MMMBop' repräsentiert einen Zeitrahmen oder die Sinnlosigkeit des Lebens. Alles geht vorbei, dafür steht das Wort." Die fröhliche und leichtfüßige Melodie ist demnach nichts als Schein.

Hanson - MMMBop

Missverstandene Songs: "MMMBop" von Hanson © YouTube

3. The Police – "Every Breath You Take"

Der Klassiker unter den missverstandenen Songs: Es ist alles andere als ein Lied eines Romantikers, der sich nach seiner Liebsten sehnt. Es geht um Kontrollwahn, Eifersucht, Beziehungsterror und damit schlichtweg um Stalking.

Beim genauen Hinhören der Liedzeile "every bond you break, every step you take, I'll be watching you (zu Deutsch: "jedes Band, das du kappst, jeden Schritt, den du tust, werde ich dich beobachten)" könnte man von selbst drauf kommen.

The Police - Every Breath You Take

Missverstandene Songs: “Every Breath You Take" von The Police © YouTube

4. Lou Reed – "Perfect Day"

Sangria im Park, Besuch im Zoo, später zusammen ins Kino – Lou Reed besingt wahrlich einen wunderschönen Tag. Doch ist seine nicht weiter benannte Begleiterin nicht etwa seine Liebste, sondern sehr wahrscheinlich die Droge Heroin. Der 2013 verstorbene Sänger litt zur Zeit der Song-Veröffentlichung an der tückischen Sucht und machte auch kein Geheimnis daraus.

Lou Reed - Perfect Day

Missverstandene Songs: "Perfect Day" von Lou Reed © YouTube

5. The Stranglers – "Golden Brown"

Es ist keine Seltenheit, dass sich so manch vermeintliches Liebeslied als Drogensong entpuppt. So auch "Golden Brown" aus dem Jahr 1981 von The Stranglers. Darin heißt es: "Golden brown, texture like sun. Lays me down, with my might she runs, throughout the night, no need to fight" (zu Deutsch: "Golden Brown leuchtet wie die Sonne. Nimmt mich ein, raubt mir den Verstand, bringt mich durch die Nacht, kein Grund, dagegen anzukämpfen").

Dass darin nicht die damalige Freundin des Songschreibers Hugh Cornwell besungen wurde, die ebenfalls goldbraune Haut hatte, sondern die goldbraune Textur von Heroin, bestätigte die Band erst Jahre später.

Golden Brown - The Stranglers

Missverstandene Songs: "Golden Brown" von The Stranglers © YouTube

6. Bruce Springsteen – "Born in The U.S.A"

Der Song, der wie eine patriotische Hymne zum Massen-Mitsingen klingt, hat wenig mit Nationalstolz zu tun. Tatsächlich handelt er von einem Vietnam-Veteranen, der nach seiner Rückkehr von seinem Land fallen gelassen wird. Das Lied handelt demnach von Perspektivlosigkeit, Ohnmacht und dem beschämenden Umgang der Mächtigen mit kriegstraumatisierten Männern.

Bruce Springsteen - Born in the U.S.A.

Missverstandene Songs: "Born in the U.S.A." von Bruce Springsteen © YouTube

Das Absurde: Ex-Präsident Ronald Reagan verwendete den Song 1984 für seinen Wahlkampf. Der Musikkritiker Greil Marcus urteilte einst: "Er ist eine Hommage an die Tatsache, dass die Menschen hören, was sie hören wollen." (fos)  © spot on news

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