• Tausende Ukrainer fliehen vor dem russischen Krieg aus ihrer Heimat – auch die ehemalige ESC-Gewinnerin Jamala.
  • Auf Instagram berichtet die Mutter zweier Kinder von ihren dramatischen Erlebnissen.

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Der russische Krieg in der Ukraine hält weiter an. Viele Ukrainer haben bereits die Flucht ergriffen – darunter auch eine ehemalige Gewinnerin des Eurovision Song Contests. Sängerin Jamala konnte 2016 den Titel mit nach Hause nehmen. Nun gibt sie auf ihrem Instagram-Account Einblicke in ihre dramatische Flucht aus der Heimat.

In einem Post erklärt die Musikerin, dass sie am 24. Februar mit ihren Kindern aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew geflohen sei. Mit ihrer Familie habe sie zusammen knapp vier Tage im Auto gesessen, "ohne Essen, an das im Schockzustand niemand auch nur zu denken schien". Zwei Kilometer in vier Stunden, "so ungefähr haben wir uns bewegt". Zu den bewegenden Worten veröffentlichte Jamala Fotos und Videos, die schonungslos die Situation in ihrer Heimat zeigen. Unter anderem Explosionen sowie brennende und zerstörte Häuser sind zu sehen.

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Jamala: "Die Ukraine kann nicht besiegt werden"

Millionen von Frauen und Kindern hätten ihre Wohnungen und Männer verlassen. Sie "rennen los, um die Kinder vor den Granaten zu retten", schildert Susana Dschamaladinowa, wie die Sängerin mit bürgerlichem Namen heißt. Es gebe viele Opfer und Verwunderte, "darunter kleine Kinder". Frauen hätten im Keller während der Bombardierung ihre Babys zur Welt gebracht. "Ich verstehe diesen verdammten Terror nicht", schreibt sie weiter.

Sie glaube an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, an die Armee und die "starken, mutigen" Männer und Frauen. "Wir werden gewinnen", gibt sich Jamala kämpferisch. "Die Ukraine kann nicht besiegt werden."

Jamala: "Wir müssen Putins russischen Krieg stoppen!"

In einem weiteren Post ruft sie zum Schulterschluss mit der Ukraine auf. "Helfen Sie unserer ukrainischen Armee, unser Land zu retten", schreibt die Sängerin. "Wir müssen Putins russischen Krieg stoppen! Es ist absolut verrückt!", heißt es weiter. Erneut veröffentlichte sie Fotos und Videos, die die Zerstörung durch den Krieg in der Ukraine zeigen.

Jamalas Vorfahren wurden 1944 auf Befehl des damaligen russischen Machthabers Josef Stalin von der Krim nach Zentralasien deportiert. Dieses Trauma besang sie in ihrem ESC-Beitrag mit dem Titel "1944". Am Ende gewann sie den Wettbewerb und wurde 2016 Ehrenbürgerin der Stadt Kiew.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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