Wenn Andreas Gabalier schunkelt, biegen sich die Party-Balken. Der "Elvis der Steiermark" ist stets gut gelaunt, trällert über Freude, Liebe und Glück. Kaum zu glauben, dass der 28-Jährige ein grausames Familiendrama durchleben musste.

Andreas Gabalier war am Freitagabend zu Gast in der WDR-Talkshow "Kölner Treff" mit Moderatorin Bettina Böttinger und plauderte eifrig aus dem Nähkästchen. Seine Erfolge, seine Fans, die Volksmusik standen im Mittelpunkt des abendlichen Fernsehplauschs. Doch die amüsierte Stimmung wurde getrübt, als Böttinger den Sänger auf ein trauriges Kapitel aus seinem Privatleben ansprach. Der Vater des Volksmusikstars hatte sich 2006 aus heiterem Himmel das Leben genommen. Der Bauingenieur übergoss sich vor dem Familienhaus mit Benzin und zündete sich an. Vor allem seine kleine Schwester Elisabeth konnte mit dem Verlust nicht umgehen. Sie nahm sich zwei Jahre später auf die gleiche Art und Weise das Leben.

Mit traurigem Blick berichtete Andreas Gabalier von dieser dramatischen Phase seines Lebens. Besonders seine Großmutter habe der Familie Halt gegeben: "Ich glaube, dass die Oma mit ihren 87 Jahren, die tapfer und fröhlich durchs Leben geht, uns ein großes Beispiel war und eine große Stütze war, diese zwei Verluste irgendwie zu überstehen." Der Familienbund sei durch die Ereignisse enger zusammengewachsen. Er und seine drei Brüder hätten nach dieser Zeit vielmehr gemeinsam unternommen: "Irgendwann geht es trotzdem weiter."

Als seine Schwester starb, habe die Familie nicht so recht gewusst, wie sie mit dem Schicksalsschlag hätte umgehen sollen. Auf die Trauer folgte der Zorn. "Bei mir ist zur selben Zeit die Musik losgegangen und ich hab mir gesagt: 'Ich lass' das jetzt hinter mir.'" Vor diesem tragischen Familienhintergrund sei schließlich auch Gabaliers Lied "Amoi seg’ ma uns wieder" (Einmal sehen wir uns wieder) entstanden. Er habe den Song seinem Vater und der kleinen Schwester gewidmet. Für ihn sei es heute noch wichtig, dieses besondere Musikstück auf seinen Konzerten zu singen. "Es gibt immer Tiefschläge im Leben. Aber man sollte immer wieder aufstehen und nach vorne schauen." (kom)